Der Sommermonat im vergangenen Jahr war noch nasser als der Dezember. Trockenster, kältester Monat war der Februar.

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Birgit Loy, Leiterin des Botanischen Gartens, zieht Bilanz. Foto: Archiv abi

Birgit Loy, Leiterin des Botanischen Gartens, zieht Bilanz. Foto: Archiv abi

Bischof, Andreas (abi)

Birgit Loy, Leiterin des Botanischen Gartens, zieht Bilanz. Foto: Archiv abi

Krefeld. Mit einem regenreichen Dezember hat sich das Jahr 2012 in Krefeld verabschiedet. Die Niederschlags-Messstation im Botanischen Garten registrierte damit einen überdurchschnittlichen Wert für das gesamte Jahr. „Mit insgesamt 786 Litern pro Quadratmeter liegen wir etwas über dem langjährigen Jahresdurchschnitt von rund 750 Litern“, informiert Birgit Loy, Leiterin des Botanischen Gartens.

Diesmal verzeichnete sie ausgerechnet im Sommermonat Juli den Höchstwert des Jahres mit 124,8 Litern pro Quadratmeter, nicht zu vergleichen allerdings mit dem Rekordwert von 172,6 Litern pro Quadratmeter aus August 2010 – nie war seit 1964, dem Beginn der Messungen im Schönwasserpark, in einem Monat mehr Regen gefallen.

Den bislang höchsten Jahreswert registrierte die Messstation übrigens 1998 mit 1011,3 Litern, den niedrigsten 1973 mit 544,6 Litern pro Quadratmeter. Nach dem Juli erreichte nur der Dezember 2012 mit 118,7 Litern eine monatliche Niederschlagsmenge von über 100 Litern.

Das zeigte sich auch an den steigenden Pegelständen des Rheins kurz vor Weihnachten. Da der Dezember mit durchschnittlich 4,7 Grad besonders warm daherkam, fiel der Niederschlag fast ausschließlich als Regen, den Niederrheinern waren weiße Weihnachten wieder nicht vergönnt.

Trockenster Monat des vergangenen Jahres war der Februar mit gerade einmal 16,4 Litern. Aber er war mit einer Durchschnittstemperatur knapp über dem Gefrierpunkt (0,3 Grad Celsius) auch mit Abstand der kälteste.

Ebenfalls eher trocken war es im März mit 26,8 Litern Niederschlag. Beim Anstieg der Durchschnittstemperaturen oberhalb der 15 Grad-Marke im Mai konnten die Krefelder sich Hoffnung auf einen schönen Sommer machen. Alle warteten darauf, dass die Freibäder ihre Türen öffnen.

Doch schon im Juni stieg die Niederschlagsmenge auf 92,6 Liter an, die Temperaturen blieben dabei im Durchschnitt unter 16 Grad. Dann kam der Juli, mit durchschnittlich 18,1 Grad zwar deutlich wärmer, aber dafür mit reichlich Regen auch nicht der Hit für einen Sommer.

Erst der August mit einem Schnitt von 19,7 Grad wurde bei durchschnittlich 40,2 Litern Regen zum echten Renner für die daheimgebliebenen Krefelder. Red

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