Im vergangenen Jahr gab’s Rekorde: Regenfluten im August, Sonne satt im Juli.

bilanz
12. Juli: Aufräumarbeiten auf dem Langen Dyk nach dem Sturm. Archiv

12. Juli: Aufräumarbeiten auf dem Langen Dyk nach dem Sturm. Archiv

abi

12. Juli: Aufräumarbeiten auf dem Langen Dyk nach dem Sturm. Archiv

Krefeld. Das Krefelder Wetter überraschte 2010 mit mehreren Rekorden: Tageweise war es extrem nass, heiß oder stürmisch. Dabei hat die Niederschlags-Messstation im Botanischen Garten das Jahr als „durchschnittlich nass“ abgehakt. „Mit insgesamt 789 Litern pro Quadratmeter (l/m²) liegen wir ungefähr im Jahresschnitt von rund 760 Litern“, informiert Birgit Loy, die Leiterin des Botanischen Gartens.

Sie verzeichnete allerdings im August den Rekordwert von 172,6 l/m² – nie war seit 1964, dem Beginn der Messungen im Schönwasserpark, mehr Regen gefallen. Wer es dagegen warm mag, wurde eher enttäuscht. Zwar gab es ab Ende Juni richtig heiße Tage, insgesamt war das Jahr laut Deutschem Wetterdienst aber das kühlste seit 1996. Deutschlandweit wurden im Schnitt gerade einmal 7,9 Grad erreicht, in Krefeld waren es immerhin 10,23 Grad, wie die Messstation der Stadtwerke Krefeld im Umspannwerk am Birkschenweg ermittelte.

Rekordverdächtig waren allerdings die 37,3 Grad, mit denen Krefeld am 2. Juli den Höchstwert in der Republik hielt. Deutschlandweit wurde jedoch der 10. Juli als der heißeste Tag des Jahres bezeichnet: Den Temperaturrekord stellte das rheinland-pfälzische Bendorf bei Koblenz mit 38,8 Grad auf, Krefeld kam auf 36,8 Grad.

Der 26. Januar war im vergangenen Jahr mit durchschnittlich minus 5,99 Grad der kälteste Tag in Krefeld. Auch der Februar war kalt (2,45 Grad) und von Schneefall geprägt. So wäre fast der Rosenmontagszug am 15. Februar der weißen Pracht zum Opfer gefallen. Ungemütlich wurde es am 28. Februar, als Sturmtief „Xynthia“ für Verwüstungen sorgte. Über 150 Feuerwehreinsätze und 55 umgekippte Bäume waren das Ergebnis, der Zoo musste am Nachmittag schließen.

Am 12. Juli rutschten die Temperaturen binnen 30 Minuten von 32 auf 21 Grad, orkanartige Böen erreichten Spitzengeschwindigkeiten von deutlich über 100 Stundenkilometern. Innerhalb einer knappen Viertelstunde hatte Sturmtief „Norina“ vor allem im Krefelder Norden für Verwüstung gesorgt, mehr als 50 Feuerwehr-Einsätze waren nötig.

Weiße Weihnachten bescherten uns die starken Schneefälle rund um Heiligabend. 64,3 l/m² Niederschlag sorgten vor allem zum Ende des Monats für Chaos auf den Straßen. Bitterkalt war es am 1. Dezember (im Schnitt minus 5,53 Grad) und am 25. Dezember (minus 5,51 Grad).

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer