Die Hauptunfallursachen Abbiegen und Wenden werden jetzt besonders bekämpft.

Die Hand am Blinker – das gilt als uncool. In Krefeld blinken definitiv zu wenige, sagt die Polizei. Das soll sich in diesem Jahr ändern.
Die Hand am Blinker – das gilt als uncool. In Krefeld blinken definitiv zu wenige, sagt die Polizei. Das soll sich in diesem Jahr ändern.

Die Hand am Blinker – das gilt als uncool. In Krefeld blinken definitiv zu wenige, sagt die Polizei. Das soll sich in diesem Jahr ändern.

Die Hand am Blinker – das gilt als uncool. In Krefeld blinken definitiv zu wenige, sagt die Polizei. Das soll sich in diesem Jahr ändern.

dpa, Bild 1 von 2

Die Hand am Blinker – das gilt als uncool. In Krefeld blinken definitiv zu wenige, sagt die Polizei. Das soll sich in diesem Jahr ändern.

Krefeld. Viele der 7607 Unfälle, die sich im vergangenen Jahr auf Krefelds Straßen ereignet haben, sind durch Fehler beim Abbiegen oder Wenden verursacht worden - nämlich 36 Prozent. Das will Polizeidirektor Karl-Josef Klauer, Leiter des Verkehrsdezernates bei der Krefelder Polizei, nicht mehr hinnehmen. Die Ursachenbekämpfung soll dabei vor allem über den Geldbeutel erreicht werden. Denn die Beamten wissen; Das wirkt nachhaltig.

Polizisten werden deshalb künftig besonders darauf achten, welcher Autofahrer keinen Blinker setzt. Wer plötzlich die Spur wechselt oder einfach abbiegt, ohne auf andere zu achten, verhalte sich bereits falsch, sagt Klauer.

"Wenn er dann auch noch vergisst, den Blinker zu setzen, hat der andere noch nicht einmal die Möglichkeit, auf das Fehlverhalten schnell genug zu reagieren", begründet der Polizeidirektor, warum das Blinken so wichtig ist. "Es ist aus der Mode gekommen. Das wird in Krefeld einfach nicht mehr gemacht."

Das will er ändern: "Der Krefelder weiß: Es wird Geld kassiert, wenn er sich nicht benimmt." 20 Euro kostet das "Nichtsetzen des Fahrtrichtungsanzeigers". Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist und vor dem Abbiegen kein Handzeichen gibt, ist mit zehn Euro dabei.

Streifenwagenbesatzungen werden verstärkt aufpassen, an neuralgischen Punkten auch schon mal Kontrollen stattfinden. Zudem will die Polizei noch häufiger blitzen. Denn wer insgesamt schnell fährt, biegt in der Regel auch zu schnittig ab. Gleichzeitig wollen die Ordnungshüter so aber auch die Zahl der Kinderunfälle weiter senken.

Während Klauer das Unfallgeschehen im vergangenen Jahr als unauffällig beschreibt, gibt es doch bemerkenswerte Bereiche. Über die Reduzierung der Kinderunfallzahlen auf 97 hat die WZ gestern bereits berichtet. Aber auch die Zahl der Seniorenunfälle ist erstmals seit Jahren wieder gesunken: auf 146 (2007: 160).

Und das, obwohl der Anteil der Senioren in Krefeld stark steigt und nun bei 21Prozent der Bevölkerung liegt. Die Reduzierung in diesem Bereich war ein Schwerpunkt 2008, sagt Klauer: Die Polizei habe gezielt Kontakt zur "Generation 65 plus" gesucht, etwa auf dem Westwall-Markt oder der Rheinstraße.

Um 16 Prozent in die Höhe geschnellt sind die Unfallzahlen bei den Motorradfahrern. Da es sich vor allem um (vergleichsweise preiswerte) Motorroller handelte und es zu Jahresbeginn besonders häufig krachte, glaubt Klauer, dass die seinerzeit hohen Benzinpreise und die gesamtwirtschaftliche Lage ausschlaggebend gewesen sein können.

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