Rat: Wellness oder Basar – heute soll die Entscheidung zwischen zwei Entwürfen fallen.

wza_1000x624_785258.jpg
So stellt sich Jochem Bellinger das neue Stadtbad vor.

So stellt sich Jochem Bellinger das neue Stadtbad vor.

Diese Aufteilung schlagen Schwittmann/Bertrams und Lucas vor.

Bild 1 von 2

So stellt sich Jochem Bellinger das neue Stadtbad vor.

Krefeld. Die Verwaltung hat die beiden Entwürfe für das Stadtbad Neusser Straße gegenübergestellt und bewertet. Heute könnte der Rat in nichtöffentlicher Sitzung entscheiden, wer den Zuschlag bekommt: Jochem Bellinger, der einen Europa-Basar errichten möchte, oder die beiden Architektenbüros Schwittmann/Bertrams und Lucas, die auf Wellness setzen.

Die Stadtverwaltung hatte beiden Bewerbern einen Fragebogen zugeschickt. Die Antworten hat man nun in eine tabellarische Übersicht gebracht. Der Hauptunterschied: Bellinger, der bereits länger an dem Projekt arbeitet, legt ein Finanzkonzept mit Investor und Controlling vor. Von der Stadt erwartet er keine finanzielle Unterstützung.

Denkmalpflege bevorzugt den Erhalt der beiden Bäder

So weit sind Schwitttmann/Bertrams und Lucas noch nicht. Die Finanzierung sei später durch den Investor nachzuweisen. Das derzeitige Konzept sei nicht ohne öffentliche Förderung möglich.

Unterschiede gibt es auch bei der Einschätzung der Denkmalpflege. Die hält beide Projekte grundsätzlich für vereinbar mit dem Denkmalschutz. Doch sei der Lösung von Schwittmann/Bertrams und Lucas der Vorzug zu geben, da sie die Hallenbäder erhalten wollen.

Ob der Stadtrat allerdings heute schon entscheidet, wer die Option auf den Komplex erhält, ist fraglich. Erst am Montagabend haben die Fraktionen das umfangreiche Papier der Verwaltung erhalten. Auch wenn der Wunsch bei allen Politikern groß ist, mit dem so lange brach liegenden Objekt endlich voranzukommen, möchte man doch die beiden Vorschläge genau prüfen, bevor man entscheidet.

Wie die WZ berichtet hat, möchte der Architekt Jochem Bellinger aus Rheurdt einen Europa-Basar mit Markthalle, Gastronomie und türkischem Hamam errichten. Einen Teil der Immobilie möchte er fürs Wohnen nutzen. Er hat eine deutsch-türkische Investorengruppe aus Hamburg an der Hand, die rund 30 Millionen Euro in das Objekt stecken will.

Beim Konzept der Architektengemeinschaft aus den beiden Krefelder Büros Schwittmann/Bertram und Lucas steht Gesundheit und Wellness im Mittelpunkt. Aber auch hier sind Markthalle, Gastronomie und Wohnen vorgesehen. Sie rechnen mit einer Investitionssumme von 26,8 Millionen Euro.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer