Bei Familie Lehnen in Hüls dreht sich alles um Gockel, Hennen und Eier.

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Hannah und Sophie Lehnen garantieren dafür, dass die Hühner nicht im Kochtopf landen.

Hannah und Sophie Lehnen garantieren dafür, dass die Hühner nicht im Kochtopf landen.

Andreas Bischof

Hannah und Sophie Lehnen garantieren dafür, dass die Hühner nicht im Kochtopf landen.

Krefeld. Es ist nicht so, dass sich die Hühner der Familie Lehnen kurz vor Ostern besonders fleißig ins Zeug legen und Eier produzieren. Es ist ja kein dummes Huhn dabei. Jedes der sechzehn Federviecher legt wie immer täglich brav ein Ei und kümmert sich um dieses auch nicht weiter. So kann Sabine Lehnen das Produkt des tierischen Einsatzes morgens in aller Ruhe im Stall einsammeln.

Es sei denn, dem Huhn gefällt der hölzerne Unterschlupf nicht so recht. Dann kann das Federvieh schon mal zum Osterhasen werden, wenn es aus Bequemlichkeit das Ei lieber an den Fuß der Hecke setzt. "Wir kennen aber die Lieblingsstellen der Hühner und müssen nicht lange suchen", sagt die Hausfrau und bezieht ihre Töchter Hannah (7) und Sophie (9) mit ein.

Denn das gackernde Völkchen in Vorderorbroich ist mittlerweile total zahm und lässt sich von den Töchtern ohne große Gegenwehr tragen und streicheln.

Finchen und Jacqueline sind die Lieblingshühner der Kinder. "Hühner mit Namen würden nie im Kochtopf landen", sagt die Mutter. Ein braunes Tier wird gerade gerettet. "Wir taufen es ,Pork’", sagt Sophie. "Es gurrt immer so schön, wenn wir es ansprechen und es ist so schön kuschelig."

Die Hühnereier landen stets auf dem Tisch von Familie Lehnen

Die leckeren Eier von den ,glücklichen Hühnern’ landen dagegen immer auf dem Tisch der Familie oder auf dem von Freunden. Die Eier legen die Hühner ganz von alleine, einen Hahn brauchen sie nicht. "Das Prinzip ist bei allen Vögeln gleich", berichtet Sabine Lehnen.

"Sie legen in der Brutzeit täglich ein Ei, bis die für ihre Art typische Gelege-Größe erreicht ist. Dann beginnen die Vögel zu brüten. Erst durch die damit gewährleistete konstante Temperatur beginnt die Entwicklung im Ei, wenn es denn befruchtet ist." Aber bis zur Gelege-Größe kommt es gar nicht.

Neben dem Gras gibt’s für die Hühner Körner aus dem Futterautomaten und immer frisches Wasser. Eingeweichte Brötchen und Gemüsereste stehen auch auf dem Speiseplan. "In zwei Jahren legen die meisten bis zu 500 Eier. Dann sind sie ausgelegt." Hühner der Rassen Sussex und Sperber tummeln sich neben Legehybriden und Legehühnern in Hüls. Das oft zitierte "blinde Huhn" ist auch dabei.

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