Die Zahl der Menschen ohne Job ist niedriger als im Januar dieses Jahres und Februar 2016.

Bilanz
Birgitta Kubsch-von Harten von der Agentur für Arbeit sieht positive Entwicklungen.

Birgitta Kubsch-von Harten von der Agentur für Arbeit sieht positive Entwicklungen.

Andreas Bischof

Birgitta Kubsch-von Harten von der Agentur für Arbeit sieht positive Entwicklungen.

Krefeld. Gleich mehrere gute Nachrichten gab es am Mittwoch in Sachen Arbeitsmarktbilanz: weniger Arbeitslose, mehr sozialversicherungspflichtige Stellen, die gemeldet wurden, und viele junge Menschen, die von den zunehmenden Job-Angeboten profitieren konnten. Als „robust“ bezeichnete Birgitta Kubsch-von Harten, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Krefeld, den Arbeitsmarkt im Februar.

In der Stadt Krefeld waren im Februar 21 800 Männer und Frauen ohne Job, das sind 173 weniger als im Januar und 803 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 10,7 Prozent (im Februar 2016 bei 10,9 Prozent). Der Stellenzugang liege „auf Rekordniveau“, sagte Kubsch-von Harten bei der Präsentation des monatlichen Arbeitsmarktberichts. Das heißt in Zahlen: 682 Stellen wurden neu gemeldet.

80 Prozent der neu gemeldeten freien Stellen sind unbefristet

Rund 80 Prozent der neuen offenen Stellen wurden für unbefristete Tätigkeiten gemeldet. Der weitaus größte Teil aller Stellen waren Vollzeitstellen. „Die positive Entwicklung der Nachfrage nach Fachkräften zeigt, dass der Arbeitsmarkt auch zu Beginn des Jahres 2017 als stabil angesehen werden kann“, zeigt sich Kubsch-von Harten optimistisch beim Ausblick auf die nächsten Monate.

Mit Sorge betrachtet sie dabei allerdings die Entwicklung bei den älteren Arbeitslosen, die von der guten Stellensituation bisher nicht wirklich profitieren konnten. „Gerade unter der Gruppe der arbeitslos gemeldeten älteren Menschen ist das Qualifikationsniveau hoch, es liegt reichlich Berufserfahrung und somit Know-how vor“, bilanziert Kubsch-von Harten.

Hier müssten Vorbehalte der Arbeitgeber abgebaut werden. „Daran werden wir in der nächsten Zeit intensiv arbeiten“, kündigt sie an. Die Unternehmen könnten dabei durch Weiterbildungen im Betrieb oder Eingliederungszuschüssen unterstützt werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer