Krefelder Bürgerpolitik fordert eine unterirdische Verlegung.

Das Latumer Bruch ist ein Landschaftsschutzgebiet, das teilweise sogar unter Naturschutz (FFH) steht. Dort leben seltene Amphibien. (Archiv
Das Latumer Bruch ist ein Landschaftsschutzgebiet, das teilweise sogar unter Naturschutz (FFH) steht. Dort leben seltene Amphibien. (Archiv

Das Latumer Bruch ist ein Landschaftsschutzgebiet, das teilweise sogar unter Naturschutz (FFH) steht. Dort leben seltene Amphibien. (Archiv

privat

Das Latumer Bruch ist ein Landschaftsschutzgebiet, das teilweise sogar unter Naturschutz (FFH) steht. Dort leben seltene Amphibien. (Archiv

Krefeld. Das Naturschutzgebiet Latumer Bruch ist in Gefahr - dieser Meinung ist jedenfalls Josef Storck von der Krefelder Bürgerpolitik. Grund der Sorgen ist der geplante Bau einer etwa einen Kilometer langen Wasserleitung, die die Stadtwerke Krefeld (SWK) Aqua vom Wasserwerk In der Elt entlang des Greiffenhorstparks bis zur Rembertstraße in Linn verlegen möchte.

"Der Bau hat Auswirkungen auf den landschaftsökologisch hochwertigen und sensiblen Bereich rund um das Wasserwerk. Wir stellen uns die Frage, ob die Maßnahme in einem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet verträglich ist", sagt Storck.

Einer offenen Bauweise werde er nicht zustimmen, kündigt Storck an. "Auch wenn eine unterirdische Verlegung teurer ist, muss die Stadt diese durchsetzen", meint das Umweltausschuss-Mitglied. Storck wünscht sich außerdem, die Stadt möge verschiedene Trassenführungen untersuchen und die jeweiligen Vor- und Nachteile aufzeigen.

SWK-Sprecherin Dorothee Winkmann bestätigt, dass der Zweig Aqua den Bau der Wasserleitung plane. "Die Leitung wird die Trinkwasserversorgung großer Teile der Stadt absichern, auch der Innenstadt", erklärt Winkmann. Die vorhandenen Rohre sind marode.

In den vergangenen Monaten ist es mehrfach zu Ausfällen bei der Wasserversorgung gekommen, weil die Leitungen undicht waren. Den Stadtwerken sei bewusst, dass es wegen des Naturschutzgebietes für den Bau einige Auflagen geben wird, sagt die SWK-Sprecherin.

Vor allem die Amphibien, die in den Tümpeln an Haus Greiffenhorst leben, müssen geschützt werden, erklärt Michael Streubel vom Presseamt der Stadt Krefeld. "Dazu müssen zum Beispiel Schutzzäune entlang der Baustelle errichtet werden." Außerdem dürfen die Arbeiten nur in einer Zeit stattfinden, in der die Tiere ruhen, also im Herbst.

Die SWK wollen mit den Arbeiten im September beginnen. Sie werden nach drei Monaten abgeschlossen sein, kündigt Dorothee Winkmann an. Im Landschaftsbeirat am 28.April wird über Trassenführungen und Auflagen beraten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer