In Krefeld ist es an den Feiertagen meist eher grün als weiß. Anders war das 2010. Die WZ sucht Ihre schönsten Schneebilder.

In Krefeld ist es an den Feiertagen meist eher grün als weiß. Anders war das 2010. Die WZ sucht Ihre schönsten Schneebilder.
Echte, weiße Weihnachten gab es zuletzt 2010.

Echte, weiße Weihnachten gab es zuletzt 2010.

Archiv abi

Echte, weiße Weihnachten gab es zuletzt 2010.

Krefeld. Träumen nicht alle Menschen von einer weißen Weihnacht? Der amerikanische Ohrwurm von Bing Crosby, „I’m dreaming of a white christmas“, erzählt davon. Weihnachtslieder und -geschichten unter dem Tannenbaum machen bei Schnee besonders viel Spaß und der Spaziergang durch Park oder Wald erst recht. Leider sind die Weihnachtsfeste bei den Niederrheinern meistens eher grün als weiß.

Anders war es 2010. Das Weihnachtsfest in diesem Jahr wird vielen Krefeldern noch lange in Erinnerung bleiben. In ganz Deutschland lag eine geschlossene Schneedecke, in einigen Regionen war es das schneereichste Fest seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Vor allem im Westen des Landes wurden Schneehöhenrekorde aus früheren Jahren gebrochen. Das beste Schuhwerk waren hohe Stiefel. Die Krefelder gingen am Morgen des Heiligen Abend zu Fuß zum Bäcker und holten frisches Brot zum Fest. Das ging weitaus schneller als mit dem Wagen. Dabei wichen sie Schneeschaufeln aus, mit denen die Anwohner die Gehwege wieder passierbar machten.

„Wir schrieben 2010 von knapp 25 Zentimetern Neuschnee.“

Jürgen Blecher, Regionales Klimabüro Essen

Daneben arbeiteten Autofahrer daran, ihr Gefährt mit dem Handfeger unter der weißen Pracht hervorzuholen. Das Schöne an den ganzen schweißtreibenden Aktionen: Alle hatten unter den dicken Mützen ein Lächeln auf dem Gesicht. „Wir schrieben 2010 von knapp 25 Zentimetern Neuschnee“, berichtet Jürgen Blecher vom Regionalen Klimabüro Essen beim Deutschen Wetterdienst. „Sie fielen am 23. Dezember ab mittags. Die Schneefälle dauerten über Nacht und hielten auch Heiligabend an. Außerdem setzte sich noch Kaltluft durch.“

Am 25. Dezember wurde es mit minus 5,51 Grad bitter kalt. Zusätzlich gab es Böen der Windstärke 6 aus Nordost. In einigen Gebieten sei der Verkehr völlig zusammengebrochen, erklärt Blecher weiter. Des Autofahrers Leid – mehr als rund 30 Stundenkilometer waren im weißen Chaos zum Weihnachtsbesuch auch auf der Autobahn nicht möglich – war der Kinder Freud‘. Sie holten ihre Schlitten heraus und bauten Schneemänner, von den Schlachten mit den kalten Kugeln ganz zu schweigen.

Außerdem wurden Fotoapparate und Handys gezückt. Die weiße Pracht musste doch festgehalten werden. Deshalb unser Aufruf: Wer hat schöne Fotos von diesem beinahe einmaligen Ereignis geschossen? Wessen Schneemann war größer als die Tochter? Wer hat sich auf Langlaufski durch die Pracht gekämpft? Wer hat den größten zusammengeschaufelten Schneeberg vor der Tür? Wer solche oder ähnliche Bilder hat, schicke sie bitte mit einer kurzen Erklärung an die WZ. Wir werden sie passend zum Fest veröffentlichen.

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