W.Zetti ist bekennender Glücksjäger. Er freut sich über jeden Cent, den er am Boden findet und über den andere hinweggehen, als läge das Glück nicht auf der Straße. Er schaut auch jeder Sternschnuppe hinterher, liest jeden Tag sein Horoskop, als ob es kein Morgen gäbe. Im Hier und Jetzt hadert er allerdings gerade. Zuletzt hat er einen Pfennig gefunden (bringt der überhaupt noch Glück?), ist in Glasscherben getreten (ein gutes Zeichen?) und wurde Zeuge, wie seine selbst gezüchteten Kleeblätter den Kopf hängen ließen. Aber zum Glück kann man Samen ja auch verschenken, zumal Kollegin Andrea, die W.Zetti zu Neujahr mit einem Kleeblatt-Starterpaket überrascht hatte, einen grünen Daumen hat. Ihre Glücksboten sprießen, als ginge es um Leben und Tod. Und W.Zetti setzt jetzt alles in die Hoffnung, dass ihm Andrea vom geschenkten Glück etwas abtreten wird. Bis dahin liest er sein Horoskop, pflegt seine Schnittwunden und zählt sein Kleingeld.

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