Rotary- und Lions-Club luden zu den berufskundlichen Gesprächen. Nachwuchs erhielt Tipps für den Start in die Arbeitswelt.

Krefeld. Eigentlich möchte Kathi Lettmann viel lieber mit dem Spaten arbeiten und nicht so oft am Reißbrett stehen. Doch eine gute Planung muss sein. Dass ihr angestrebter Beruf des Landschaftsarchitekten viel mit Naturwissenschaften zu tun hat, findet die Marienschülerin gut. "Ich habe Leistungskurs Bio", sagt sie und hört genau den Erläuterungen von Helmer Raitz von Frentz zu: "Kenntnisse über die Chemie des Bodens, der Biologie und der Geologie sind wichtig", erklärt der Landschaftsarchitekt.

Erstmals fand die Veranstaltung in der Hochschule Niederrhein statt

Seit rund einem Vierteljahrhundert veranstalten die Mitglieder der Rotary-Clubs Krefeld und Greiffenhorst und des Lions-Clubs Krefeld die zweitägigen berufskundlichen Gespräche. "Erstmals finden sie in der Hochschule Niederrhein statt", erklärt Rainer Bongarth, der für die Organisation zuständig ist. Und Ralph Reibe ergänzt: "Nicht selten kommen die Kinder von Eltern, die unser Angebot schon nutzten."

Rund 60 Profis - von Architekten bis Zoologen - stehen für die Schüler der Jahrgangsstufe zwölf von Gymnasien und Gesamtschulen parat. Sie wollen keine Lehrstellen vermitteln. "Sie möchten vielmehr Berufsfelder vorstellen und sowohl hilfreiche Infos als auch praktische Tipps für einen leichteren Start ins Berufsleben geben", sagt Jochen Butz, der nächste Präsident des Rotary-Clubs Krefeld. Die jungen Leute sind gut vorbereitet. Sie haben Notizblock und Stift dabei und stellen viele Fragen.

Merve Calik und Alexandra Haug besuchen beide die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule. "Wir wollen die Zukunft planen", sagen sie. "Ich möchte auf jeden Fall studieren. Ich interessiere mich für Sozialpädagogik oder Pharmazie", so Merve. Die Gespräche sollen ihr bei der Entscheidung helfen.

Auch die Bundeswehr war vertreten

Ihre Mitschülerin Alexandra setzt sich dagegen zu Professor Josef Michael Gokel. Er ist Pathologe und berichtet aus seinem Beruf. "Es ist ein langer und steiniger Weg, der Beruf hat aber gute Aussichten." Alexandra ist beeindruckt von den Ausführungen. "Spannend", lautet ihr Kommentar.

An einem anderen Platz sitzen Männer in Uniform. Wehrdienst-Beratung bieten Oberleutnant Denis Burkert und Hauptfeldwebel Dennis Räder. Dennis Bartotzkiej und sein Mitschüler Sammi Kuru, ebenfalls von der Gesamtschule, möchten Laufbahn und Studium verbinden. Sie interessieren sich für Maschinenbau und Bauingenieurswesen, wollen auch noch bei der Mechatronik vorbeischauen. "Wir suchen Nachwuchs", sagt Räder und erklärt, wie sich die jungen Leute beim Bund bewerben können.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer