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Für Oberbürgermeister Gregor Kathstede hagelt es Kritik aus der SPD.

Für Oberbürgermeister Gregor Kathstede hagelt es Kritik aus der SPD.

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Für Oberbürgermeister Gregor Kathstede hagelt es Kritik aus der SPD.

Krefeld. Der Prozess um die "verschwundene" Leiche auf dem Krefelder Hauptfriedhof ist schon am ersten Verhandlungstag überraschend zu Ende gegangen. Der Ergebnis ist ein Vergleich. Die Stadt gibt zu, dass sie nicht weiß, wo die Leiche der Tante der Klägerin ist. Dafür entschuldigte sich die Stadt am Montag vor Gericht. Oberbürgermeister Gregor Kathstede muss diese Entschuldigung aber noch einmal persönlich gegenüber der Klägerin aussprechen. 

Mit Spannung wurde am Montag die Aussage des Krefelder Oberbürgermeisters Gregor Kathstede vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster erwartet. Kathstede war als Zeuge in einem Prozess geladen, in dem eine Krefelderin die Stadt Krefeld verklagt hat. Karin Lemke (Name von der Redaktion geändert) will von der Stadt wissen, wo ihre Tante die letzte Ruhe gefunden hat. Bislang verweigert die Stadt jegliche Auskunft darüber, ob der Leichnam der Tante wirklich an der Stelle beerdigt ist, von der es die Angehörigen jahrelang glaubten.

Zur Aussage von Kathstede kam es allerdings nicht, denn der Oberbürgermeister erschien nicht vor dem Gericht in Münster - unentschuldigt. Dies wurde vom Gericht missbilligt. Die Richter beraten sogar, ob Kathstede zur Zahlung eines Ordnungsgeldes verdonnert wird.

Ebenfalls als Zeuge geladen war Baudezernent Thomas Visser. Er erschien - in Absprache mit dem Gericht - etwas später, konnte sich dann aber nur noch das Ergebnis des Vergleichs anhören. Dieser war unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten worden.

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