Tierfutter-Riese bleibt weiter im Fokus. Nur ein Kronzeuge will reden. Gewerkschaft rechnet aber bald mit weiteren Hinweisen.

Fressnapf
Verdi rechnet in den kommenden Wochen mit mehr belastbaren Details gegen Fressnapf.

Verdi rechnet in den kommenden Wochen mit mehr belastbaren Details gegen Fressnapf.

Federico Gambarini

Verdi rechnet in den kommenden Wochen mit mehr belastbaren Details gegen Fressnapf.

Krefeld. Ernüchterung bei der Gewerkschaft: Verdi-Generalsekretär Dominik Kofent muss nach eingehenden juristischen Prüfungen auf eine Klage gegen den Tierfutterriesen Fressnapf verzichten. Noch. „Grund ist, dass wir bisher nur einen der betroffenen gekündigten Mitarbeiter der Firma überzeugen konnten, uns als Zeuge zur Verfügung zu stehen. Daher ergeben sich unserer Auffassung nach bisher keine Möglichkeiten, um juristisch gegen Fressnapf vorzugehen, da der Tatbestand dadurch nicht umfassend dargestellt werden kann.“ Verdi rechnet jedoch in den kommenden Wochen mit mehr belastbaren Details.

Deshalb gibt Kofent sich kämpferisch. „Wir werden vor allen Dingen die Firma Fressnapf im Auge behalten um ein – für mich – nach wie vor deutliches – BR-Bashing oder Union-Busting in Zukunft nicht noch einmal geschehen zu lassen. Es ist in meinen Augen sehr beschämend, dass der größte Tierbedarfshandel in Deutschland nicht für eine mitbestimmte Arbeitswelt einsteht, sondern auf Verängstigung und Einschüchterung seiner Mitarbeiter setzt, um seine Unternehmenstrategie durchzusetzen.“

Das juristische Problem liegt unter anderem in der Tatsache, dass die 17 Mitarbeiter, die einen Betriebsrat gründen wollten, sich nur informell beziehungsweise nicht offiziell versammelt hatten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer