Sabine Uhlenkott, Gewerkschaftssekretärin von Verdi, fordert mehr Anerkennung für soziale Berufe.
Sabine Uhlenkott, Gewerkschaftssekretärin von Verdi, fordert mehr Anerkennung für soziale Berufe.

Sabine Uhlenkott, Gewerkschaftssekretärin von Verdi, fordert mehr Anerkennung für soziale Berufe.

Sabine Uhlenkott, Gewerkschaftssekretärin von Verdi, fordert mehr Anerkennung für soziale Berufe.

Krefeld. Verdi fordert mehr für Beschäftigte Anerkennung im Sozial- und Erziehungsdienst. Politik und die Arbeitgeberverbände sollen durch eine Aufwertungskampagne auf Missstände aufmerksam gemacht werden. "Wenn sich das Image von sozialen Berufen verbessern würde, würde es auch Veränderungen in der Bezahlung und den Rahmenbedingungen geben", erklärt Sabine Uhlenkott, Gewerkschaftssekretärin.

Die Kampagne wird landesweit durchgeführt. Durch das Tarifrecht, welches seit 2005 aktiv ist, rutschen alle seitdem Eingestellten einige Gehaltklassen nach unten. Im Moment laufen die Verhandlungen über die Einstufungen der Arbeitnehmer - und genau da will Verdi etwas bewegen.

"Wenn es so bleibt wie jetzt, wird die Qualität der Bildung in den nächsten Jahren abnehmen", sagt Uhlenkott. Die Missstände seien vielseitig: Eine ausgebildete Kinderpflegerin hat bei einer Teilzeitstelle noch Anspruch auf Hartz IV. Die Anforderung an Kitas seien gestiegen, Aus- und Weiterbildungen kosteten aber Zeit, die viele Erzieher nicht hätten.

Es gebe mehr Aufgaben, aber keine Personalaufstockung. Auch in den Jugendämtern und anderen sozialen Einrichtungen müssten bei gleichbleibendem Personal mehr Fälle bearbeitet werden. Dadurch seien viele Beschäftigte überbelastet.

"Viele junge Erzieher bekommen nur noch befristete Verträge, deshalb werden auch die Teams immer älter. Noch ist das kein Problem, aber in ein paar Jahren schon", sagt Uhlenkott.

Verdi beginnt die Kampagne mit dem Verteilen von Informationsmaterial, um intern auf die Missstände aufmerksam zu machen. Bis zum Sommer soll die Aktion gehen.

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