Verdacht auf illegale Tropfen hat sich nicht bestätigt.

Gefährliche K.o-Tropfen
Frauen sollten bei K.o.-Tropfen-Verdacht andere Frauen um Hilfe bitten. Denn wer sich freundlich als Helfer anbietet, sind nicht selten die männlichen Täter selbst. (Foto: Achim Scheidemann)

Frauen sollten bei K.o.-Tropfen-Verdacht andere Frauen um Hilfe bitten. Denn wer sich freundlich als Helfer anbietet, sind nicht selten die männlichen Täter selbst. (Foto: Achim Scheidemann)

dpa

Frauen sollten bei K.o.-Tropfen-Verdacht andere Frauen um Hilfe bitten. Denn wer sich freundlich als Helfer anbietet, sind nicht selten die männlichen Täter selbst. (Foto: Achim Scheidemann)

Krefeld. Nicht bestätigt hat sich der Verdacht, dass eine 22 Jahre alte Krefelderin in der Diskothek Königsburg in der Nacht zum vergangenen Sonntag durch K.o-Tropfen beinahe lebensgefährlich vergiftet worden ist. Die junge Frau hat inzwischen das spektakuläre Foto, das sie in der Intensivstation zeigt, aus dem Sozialnetzwerk Facebook genommen. „Die Frau war erheblich alkoholisiert und ist im Krankenhaus auf Alkoholintoxikation behandelt worden“, so Polizeisprecher Wolfgang Weidner. Eine Blutprobe sei der Patientin entnommen, eine fremde Substanz aber nicht nachgewiesen worden, wobei die Ärztin nicht gewusst habe, nach welchen Stoffen genau sie hätte suchen sollen.

Drogenkonsument scheut den Kontakt zur Polizei

Ein zweiter Fall, von dem die Polizei in dieser Woche erfahren hatte, hat sich von selbst erledigt: Ein Disko-Gast, der bereits Heiligabend durch „K.o.-Tropfen“ für 40 Minuten außer Gefecht gesetzt worden sein soll, legt auf Kontakte mit der Polizei keinen Wert. Begründung: Er sei Drogenkonsument.

Vier weitere Verdachtsfälle aus dem vergangenen Jahr sind von der Polizei ebenfalls ad acta gelegt worden: Vier junge Disko-Besucherinnen, unterwegs ohne ihre Freunde, hatten zu tief ins Glas geschaut. Darin hatte sich offenbar ausschließlich Alkohol befunden. Weidner: „In keinem Fall waren K.o-Tropfen nachweisbar“. Verdachtsfälle sollten der Polizei grundsätzlich sofort gemeldet werden – bereits nach sechs bis acht Stunden bauen sich derartige Betäubungsmittel im Körper ab. al

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