Elisabeth Elsner von der Beratungsstelle kennt alle Abzock-Tricks.

Krefeld. "Sie haben gewonnen." Doch Herbert Minke (87) konnte sich nur kurz freuen, dann wurde er sauer. Der ehemalige Optiker hatte wenig später eine Belastung von 150 Euro auf seinem Konto.

Hilfe bekam er bei der Krefelder Verbraucherberatung an der Petersstraße 55. Jetzt hat er das Geld wieder.

Elisabeth Elsner kann manchmal nur den Kopf schütteln. Sie hat in 15 Jahren als Leiterin der Krefelder Beratungsstelle fast alle Tricks kennen gelernt, mit denen Menschen hereingelegt werden.

Sie hält der Verbraucherberatung zugute, dass bestimmte Formen der Internet-Abzocke nicht mehr vorkommen und die Werbeanrufe weniger geworden sind.

Zum Weltverbrauchertag am Sonntag hat Oberbürgermeister Gregor Kathstede auch den weiteren städtischen Zuschuss zu den rund 140000 Euro Kosten zugesichert.

Die Erstinformation bei der Verbraucherzentrale ist kostenlos. Eine Rechtsberatung kostet sieben Euro, für eine Rechtsvertretung sind zwölf Euro zu zahlen. Wenn der Anwalt, der jede Woche zu Sprechstunden kommt, tätig wird, werden pauschal 26 Euro fällig.

Das Geld ist gut investiert: In 35 Jahren haben 600000 Krefelder die Verbraucherberatung besucht, jeder im Schnitt zweieinhalb Mal. Im vergangenen Jahr waren es 18000.

Elisabeth Elsner macht darauf aufmerksam, dass Haushalte mit bewusstem Wirtschaften viel Geld sparen können, gerade in schwierigen Zeiten. Das kann mit einem Haushaltsbuch anfangen und muss nicht beim Versicherungs-Check enden.

Die Krefelder Beratungsstelle vermittelt Rechts- und Energieberatung, kennt sich mit Versicherungen aus und hat für viele schwierige Situationen ein "Problemlösungspaket". Detaillierte und individuelle Informationen gibt es zum Beispiel für den Strom- und Gasbezugwechsel.

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