Dieses Gezerre um das Arbeitslosenzentrum ist unsäglich. Während nach den einvernehmlichen Beschlüssen in Sozial- und Finanzausschuss dem ALZ als Soforthilfe immerhin 20 000 Euro in Aussicht gestellt wurden, ist jetzt im Rat aufgrund von Wortklauberei das Thema mit den Stimmen von CDU und UWG erneut in den Sozialausschuss verwiesen worden. Der tagt erst wieder im Mai.

Das Zentrum am Westwall und die zahlreichen Ratsuchenden haben mehr Unterstützung verdient. Wie beispielsweise das Freiwilligenzentrum. Bei diesem Tagesordnungspunkt haben sich alle Fraktionen auf den kleinst möglichen gemeinsamen Nenner verständigt. Dass dieser Konsens zustande gekommen ist, ist Karin Meincke zu verdanken. Die Bürgermeisterin hatte vorübergehend die Ratssitzung geleitet und bei der auch hier drohenden ausufernden Debatte ergebnisorientiert moderiert.

Ganz anders jedoch beim Thema Arbeitslosenzentrum. Als Oberbürgermeister Gregor Kathstede wieder den Vorsitz innehatte, ließ er die Diskussion laufen. Und CDU und UWG haben mit ihren Machtspielchen der Sache einen Bärendienst erwiesen. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Arbeitslosen.

 

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