Bewertung zum Einzelhandelsstandort Krefeld

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Dagmar Groß, Redaktionsleiterin WZ Krefeld

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Dagmar Groß, Redaktionsleiterin WZ Krefeld

Krefeld. Wieder ist der Stapel Papier, der sich mit der Verbesserung der Krefelder Innenstadt beschäftigt, um ein paar Zentimeter gewachsen. „Einzelhandel in Krefeld. Perspektiven für die Innenstadt“ lautet der Titel des Gutachtens, welches das Dortmunder Büro Junker und Kruse im Auftrag der Stadt erstellt hat.

Laut den Grünen hat man dafür 70.000 Euro ausgegeben. Und das, obwohl schon vor der Auftragsvergabe klar war, was die Krefelder Politiker wollen bzw. nicht wollen. So ist der Theaterplatz von vorne herein als Einzelhandelsstandort ausgeschlossen worden, findet in der Untersuchung gar nicht erst statt.

Gleichzeitig sind bereits zahlreiche Gespräche mit Interessenten und Eigentümern geführt worden für ein Einkaufszentrum oder eine Passage am Ostwall im Bereich UdU. Dort wollten die Schweizer Investoren der Luximo bauen, möchten jetzt aber wieder an die Stadt verkaufen. Bislang konnte man sich jedoch nicht über den Preis einigen.

Das neue Gutachten geht detailliert auf Angebot und mögliche Nachfrage gewisser Waren und Branchen ein. Da deckt sich einiges mit dem Ergebnis der Passantenbefragungen durch die Hochschule. Darüber hinaus gibt es wenig neue Erkenntnisse gegenüber früheren Papieren.

Aufgelistet werden die Aufwertung der Innenstadt, bessere Verknüpfung der Plätze, Verbesserung des Behnisch-Umfeldes – Vorschläge, die aus den Perspektiven für die Innenstadt, dem Marketingkonzept oder dem Stadtumbau West sattsam bekannt sind. Es geht schon lange nicht mehr um Ideen. Bei der Umsetzung hakt es.

Von einem großen Einkaufszentrum wird abgeraten. Statt dessen sollen bestehende Standorte verbessert werden: Horten, Kaufhof, Schwanenmarkt und Ostwall. Doch wie soll die Stadt beeinflussen, dass bestimmte Branchen sich an bestimmten Stellen niederlassen? Die meisten Investoren sind doch auf der Suche nach großen Objekten.

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