Die Studie der Deutschen Bahn zum Bahnhofsgelände liegt vor. Auf dem Areal soll ein dreigeschossiges Bürogebäude entstehen.

Seit mehr als fünf Jahren steht das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude in Uerdingen leer. Der Investor, der dort ein Brauhaus einrichten wollte, hat nach zähen Verhandlungen mit der Bahn entnervt aufgegeben. Archiv
Seit mehr als fünf Jahren steht das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude in Uerdingen leer. Der Investor, der dort ein Brauhaus einrichten wollte, hat nach zähen Verhandlungen mit der Bahn entnervt aufgegeben. Archiv

Seit mehr als fünf Jahren steht das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude in Uerdingen leer. Der Investor, der dort ein Brauhaus einrichten wollte, hat nach zähen Verhandlungen mit der Bahn entnervt aufgegeben. Archiv

Dirk Jochmann

Seit mehr als fünf Jahren steht das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude in Uerdingen leer. Der Investor, der dort ein Brauhaus einrichten wollte, hat nach zähen Verhandlungen mit der Bahn entnervt aufgegeben. Archiv

Krefeld. Die Bahn will die Vermarktung und den Verkauf des Bahnhofsgeländes in Uerdingen nun offenbar vorantreiben. Eine Machbarkeitsstudie des Unternehmens, die darstellt, was mit dem Areal passieren könnte, liegt seit einigen Wochen bei der Stadt. Sie wird aktuell geprüft und soll noch im Frühjahr der Lokalpolitik vorgestellt werden.

Wer den Bahnhof umgestalten will, braucht einen langen Atem

Wie die WZ erfuhr, hält die Bahn in der Studie an der Bebauung des Geländes südlich des Bahnhofs fest. Auf der Fläche zwischen Tunnel und Parkplatz soll ein dreigeschossiges Bürogebäude entstehen, das sich architektonisch an die Umgebung anpasst. Dass es in den Animationen dennoch jenem ufoartigen Bau ähneln soll, der vor einigen Jahren einen Aufschrei in Uerdingen ausgelöst hat, ist angeblich ohne Bedeutung. „Die Befürchtung, dass die Bahn dort sofort bauen kann, was sie will, ist unbegründet“, erklärt Ludger Walter, Abteilungsleiter Regional- und Bauleitplanung bei der Stadt. Zuerst müsse die Stadt einen Bebauungsplan aufstellen.

Anders verhält es sich beim denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude. Dort könnte ein Umbau, etwa zu einem Restaurant, im Grunde sofort beginnen. Voraussetzung ist auch hier eine Einigung mit der Bahn. Dieser gehört das umliegende Gelände, das der Gastronom in spe für Parkplätze und einen Biergarten benötigt. Wie berichtet, hat der bisherige Investor, der im Bahnhof ein Brauhaus plante, nach langen fruchtlosen Verhandlungen entnervt aufgegeben. Intern geht man bei der Stadt davon aus, dass auch sein potenzieller Nachfolger „einen langen Atem und ein dickes Fell“ braucht. Doch es heißt auch, eine Einigung mit der Bahn sei möglich.

Es wird nun Sache der Politik sein, die Bahn-Studie zu bewerten und eine Entwicklung des Areals auf den Weg zu bringen. Es dürfte die Lokalpolitiker freuen, dass bei allen Unwägbarkeiten eine Nutzung ausgeschlossen ist: Einzelhandel. Man ist sich einig, dass dies der Uerdinger Innenstadt schaden würde.

Das Gelände rund um den Uerdinger Bahnhof gehört nach wie vor der Deutschen Bahn. Sie möchte es gewinnbringend verkaufen. Um die Möglichkeiten am Standort darzustellen, hat das Unternehmen eine Machbarkeitsstudie erstellt, die im südlichen Bereich eine Bebauung vorsieht.

Das Gebäude gehört derzeit noch dem Investor Achim Janser. Er hat es 2009 vom Eisenbahnbundesamt gekauft. Nach erfolglosen Verhandlungen mit der Bahn will er es wieder abstoßen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer