Herbe Stimmenverluste der CDU zwingen die Partei zu einer Kehrtwende.

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Die Posse um den Bypass sorgte 2009 für Schlagzeilen.

Die Posse um den Bypass sorgte 2009 für Schlagzeilen.

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Die Posse um den Bypass sorgte 2009 für Schlagzeilen.

Krefeld. Der Schampus und das Bier sind bereits bestellt: Wenn in einigen Wochen der Bypass am Bockumer Platz geöffnet wird, werden die Freunde der Abbiegespur zu einem Umtrunk einladen. Das haben die Initiatoren der Unterschriftenaktion, bei der mehr als 1500 Signaturen zusammen gekommen waren, verkündet.

Dabei kam für sie im Oktober die Wende in der Posse so überraschend wie für viele andere Beobachter der Krefelder Politik. Eigentlich hatten nämlich die Bypass-Freunde ihre Arbeit weitgehend eingestellt, weil es schier unmöglich schien, gegen eine in Bockum übermächtig scheinende CDU, zu denen immerhin mit Wilfrid Fabel, Winfried Schittges und Gregor Kathstede keine Unbekannten gehören, die Öffnung durchzusetzen. Doch dann kam die Kommunalwahl, bei der die Christdemokraten in Bockum teils erhebliche Verluste hinnehmen mussten. Die Folge: Fabel verkündete mehrfach öffentlich, dass die Schließung des Bypasses gegen den Willen vieler Bürger falsch war. Auch innerhalb der CDU führt das Thema zu heftigen Streitereien. Und um sich für die Wiederwahl eines Bezirksvorstehers im Ostbezirk die Stimmen der FDP zu sichern, nickte die CDU das Wahlversprechen der Liberalen um Joachim C. Heitmann ab, die Rechtsabbiegespur wieder zu öffnen.

Im Rathaus wird nun fieberhaft an den Plänen für die Umgestaltung der Bockumer Mitte gearbeitet. Auch darauf können die Bypass-Freunde anstoßen.

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