syb blaulicht polizei (550px vorhanden)
Symbolbild.

Symbolbild.

Jörg Knappe

Symbolbild.

Krefeld. Ein zweistündiges Martyrium hat eine 82-jährige Traarerin durchlitten, die in der Nacht zu Sonntag  in ihrem Haus am Eichenkamp von bewaffneten Männer überfallen und ausgeraubt worden ist. Bevor die Täter mit ihrer Beute das Weite suchten, sperrten sie die völlig verschreckte Seniorin in den Keller.

Die schlafende Frau war von den vermutlich südeuropäischen Tätern in ihrem Bett überrascht worden. Sie waren nach Erkenntnissen der Polizei Sonntag früh gegen 2 Uhr am Regenfallrohr hochgeklettert und hatten so den Balkon im ersten Obergeschoss erreicht. Dort brachen sie die Balkontür zum Schlafzimmer auf, wo sich die 82-Jährige plötzlich den beiden Einbrechern gegenübersah.

Diese drohten ihr sofort mit einer Schusswaffe – ob Pistole oder Revolver ist unklar – und zogen der Dame Kleidung an. Dann führten sie sie ins Erdgeschoss. Während einer der Männer weiterhin die Waffe auf sie richtete, durchsuchte der Komplize das gesamte Haus nach Wertgegenständen. Dabei fand er geringe Mengen Bargeld und Schmuck.

Damit gaben sich die Männer aber nicht zufrieden: Weiterhin mit der Schusswaffe drohend, wurde die 82-Jährige gezwungen, ihre EC-Karte herauszugeben und ihre Geheimzahl zu nennen. Einer der beiden Räuber verließ dann das Haus und hob vermutlich in der Volksbank-Filiale an der Moerser Straße Geld vom Konto der Frau ab.

Nachdem er zurückgekehrt war, wurde die Seniorin gezwungen, in den Keller zu gehen, wo sie von den Männer eingesperrt wurde. Sie konnte sich dort gegen 4 Uhr befreien und Verwandte anrufen. Die Frau erlitt einen Schock. Nach Angaben der Polizei ist eine solche Vorgehensweise von Tätern nicht unbekannt: „In der Sendung ,Aktenzeichen XY’ wird davon regelmäßig berichtet, aber wir in Krefeld sind bisher weitgehend verschont geblieben“, sagt Polizeisprecher Dietmar Greger.

Für solche Taten haben die Räuber ihr Opfer meist eine Zeit lang beobachtet und gehen davon aus, im Haus reiche Beute machen zu können. Der Bewohner wird bewusst geweckt, um ihn gegebenfalls wertvolle Gegenstände herausgeben zu lassen. Die Polizei geht davon aus, dass die Räuber nicht zum ersten Mal eine Straftat beginnen und sicherte Sonntag am Tatort zahlreiche Spuren.

Die Polizei sucht nun dringend Zeugen, die Hinweise geben können. „Auch vermeintlich unbedeutende Beobachtungen können für uns von großer Bedeutung sein“, sagt Greger. Die Ermittler interessiert insbesondere, ob auf der Straße Am Eichenkamp Verdächtiges beobachtet worden ist und wer zwei dunkel gekleidete Männer gesehen hat. Möglicherweise ist auch einer der Männer an der Volksbank-Filiale an der Moerser Landstraße gesehen worden.

Die beiden Täter wurden wie folgt beschrieben:

Täter Nummer 1: cirka 160 - 165 cm groß, cirka 20 Jahre alt, Südländer sprach deutsch mit leichtem Akzent,  schlanke Statur,  schwarze, vermutlich lockige Haare. Er trug ein dunkel gemustertes Kapuzenshirt, wobei die Kapuze einfarbig schwarz gewesen sein soll und führte eine dunkle Pistole mit sich.

Täter Nummer 2: cirka 165 - 170 cm groß, cirka 20 Jahre alt, Südländer , trug ein schwarzes Kapuzenshirt,  führte eine Brechstange mit. 

Beide Täter trugen schwarze Handschuhe .

Hinweise bitte unter (02151) 634-0 an die Polizei Krefeld.

Leserkommentare (16)


() Registrierte Nutzer