Jede einzelne Familie soll ein Angebot erhalten: „Wir werden klarkommen.“

Sozialdezernent Roland Schiffer rechnet nicht mit Klagen von Eltern. (abi)
Sozialdezernent Roland Schiffer rechnet nicht mit Klagen von Eltern. (abi)

Sozialdezernent Roland Schiffer rechnet nicht mit Klagen von Eltern. (abi)

Bischof, Andreas (abi)

Sozialdezernent Roland Schiffer rechnet nicht mit Klagen von Eltern. (abi)

Krefeld. Dass beim Ausbau der U3-Betreuung die Zeit drängt, ist bekannt. Ab dem 1. August haben Kinder unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Kommt deshalb eine Klagewelle auf die Stadt zu? Schließlich ist schon jetzt absehbar, dass Plätze fehlen – anderen Kommunen geht es da ähnlich.

Der aktuellen Lage zum Trotz erklärte Oberbürgermeister Gregor Kathstede gestern im zuständigen Unterausschuss, der Ausbau des Betreuungsangebots für Kinder unter drei Jahren habe in Krefeld höchste Priorität. „Wie äußert sich die Top-Priorität und wie will die Stadt mit den nach dem 1. August zu erwartenden Klagen umgehen?“, wollte Frank Meyer (SPD) wissen. Die Grünen hatten zudem einen Sachstandsbericht über den Fortschritt des U-3-Ausbaus gefordert. „Die Eltern wollen Auskunft“, erklärte dazu Monika Brinner.

Eltern könnten gegenüber der Stadt Verdienstausfall geltend machen

Demnach werden im Stufenplan II a acht städtische Kitas erweitert, 17 an den Bedarf von Kindern unter drei Jahren angepasst. Die ehemaligen Schulgebäude Westwall und Florastraße werden in Fünf-Gruppen-Kitas umgebaut, drei neue Kindertagesstätten werden errichtet. Zum Thema Klagen sagte Sozialdezernent Roland Schiffer, dass es nicht wahrscheinlich sei, dass ein Platz juristisch eingeklagt werde.

Vielmehr gehe es um den Schaden der Eltern, beispielsweise Verdienstausfall, wenn es keinen Platz gibt und sie eine teure private Betreuung buchen müssen oder in anderen Fällen gar keinen Job annehmen können.

Dabei erinnerte Schiffer an die 90er Jahre, als die gleiche Regelung für die Ü-3-Betreuung galt. „Da hat keiner geklagt, denn in Krefeld ist kein Kind unversorgt geblieben, wir haben jedem einzelnen ein Angebot gemacht. Das wird auch jetzt so sein. Wir werden das Betreuungsangebot vorantreiben und klarkommen.“

Hinzu kommt, dass keiner genau weiß, wie viele Krefelder Kinder es in Zukunft geben wird. Es variieren außerdem die Zahlen, wie viele U3-Kitaplätze fehlen ebenso wie die Schätzungen, wie viele Kinder unter drei Jahren am 1. August keinen Kitaplatz haben werden. cf

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