Krefeld. Im Laufe dieser Woche muss die Stadt Krefeld mindestens 38 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Damit sind sämtliche Aufnahmekapazitäten ausgeschöpft. Die Zahl der Asylsuchenden war bis zum Jahresende 2014 auf 1150 angestiegen. Zumindest für eine Übergangszeit soll ab Montag die Turnhalle Gerberstraße zur Unterbringung von 60 bis 70 Personen zur Verfügung stehen. Vorrangig sollen in dieser Notunterkunft alleinreisende Männer untergebracht werden.

Die Verwaltung hat die Nutzer der Halle Geberstraße gestern entsprechend informiert und um Verständnis gebeten. Für die Weiterführung des Sportbetriebs sollen kurzfristig Alternativstandorte benannt und mit den Nutzern besprochen werden. Am Wochenende wird die Sporthalle von ehrenamtlichen Kräften des Katastrophenschutzes entsprechend ausgestattet. Die Verpflegung der Asylsuchenden wird durch einen Cateringbetrieb sichergestellt.

Da sich die Anmietung weiterer größerer Objekte verzögert und rund 20 angemietete Einzelwohnungen noch hergerichtet werden müssen, ist die Nutzung der zweiten Turnhalle zur Unterbringung von Flüchtlingen unumgänglich. Das ehemalige Seniorenheim Westparkstraße wird frühestens Anfang März als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung stehen. Auch die Anfragen bei Hotels in Krefeld haben bisher zu keinem verwertbaren Ergebnis geführt.

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