Das Geldinstitut hat sich im Jahr 2008 behauptet, in vielen Bereichen sogar zugelegt. Die Kunden fühlen sich sicher.

Das Vorstandstrio der Volksbank zeigt sich von der Bankenkrise gänzlich unbeeindruckt (v.l.): Stefan Rinsch, Klaus Geurden und Konrad Velroyen blicken optimistisch in das Jahr 2009.  
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Das Vorstandstrio der Volksbank zeigt sich von der Bankenkrise gänzlich unbeeindruckt (v.l.): Stefan Rinsch, Klaus Geurden und Konrad Velroyen blicken optimistisch in das Jahr 2009. (Archiv

Das Vorstandstrio der Volksbank zeigt sich von der Bankenkrise gänzlich unbeeindruckt (v.l.): Stefan Rinsch, Klaus Geurden und Konrad Velroyen blicken optimistisch in das Jahr 2009. (Archiv

Andreas Bischof

Das Vorstandstrio der Volksbank zeigt sich von der Bankenkrise gänzlich unbeeindruckt (v.l.): Stefan Rinsch, Klaus Geurden und Konrad Velroyen blicken optimistisch in das Jahr 2009. (Archiv

Krefeld. Alle reden von der Finanzkrise, auch die Krefelder Volksbank. Aber wesentlich gelassener als andere Banker, denn gerade im letzten Quartal 2008 haben die Banker von der Friedrichstraße viel Arbeit gehabt: "Viele Kunden haben unsere Regionalbank als sicheren Hafen genutzt", sagt Vorstandsvorsitzender Klaus Geurden nicht ohne Stolz: "Das genossenschaftliche Geschäftsmodell hat sich als erfolgreich und krisenfest erwiesen."

"Wir bedauern die Absage der Volksbank Kempen/ Grefrath"

Davon profitieren auch die knapp 26.300 Mitglieder. Sie können mit einer Dividende von sechs Prozent auf die Geschäftsanteile rechnen. Die Zahl bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Und das zeigen auch die Zahlen: Die Bilanzsumme wurde um 49 Millionen Euro gesteigert, die Einlagen der über 63.000 Kunden wuchsen um 3,2 Prozent - vor allem im letzten Quartal: "Der Oktober war der Monat mit dem größten Zufluss an privaten Einlagen in der Nachkriegsgeschichte."

Zu spüren bekam aber auch die Volksbank den Abwärtstrend an den Börsen: Wertpapiere sanken auf 150 Millionen Euro, Fonds auf 14 Millionen.

Zu den negativen Nachrichten das Jahres 2008 zählt auch die gescheiterte Fusion mit der Volksbank Kempen/ Grefrath - alles schien perfekt, da machten die Kempener einen Rückzieher: "Wir bedauern die Absage der Kollegen aus Kempen/Grefrath sehr. Die Verschmelzung hätte für alle Beteiligten ein Stück Zukunftssicherung bedeutet", sagt Geurden, betont aber gleichzeitig, dass die Tür weiterhin offen steht. Vielleicht sei das kein Thema für heute oder morgen, aber vielleicht in weiterer Zukunft.

Bilanzsumme: 919 Millionen Euro (2007: 876 Millionen Euro)

Einlagen: 709 Millionen Euro (687 Millionen)

Mitglieder: 26298 (26014)

Mitarbeiter: 204 (208)

Kredite: 491 Millionen Euro (487 Millionen Euro)

Betriebsergebnis: 9 Millionen Euro

Gewinn: 3,11 Millionen Euro

Spenden: 155.000 Euro an 420 Vereine und Organisationen

Auf den Lorbeeren des Jahres 2008 will man sich bei der Volksbank allerdings nicht ausruhen. "Dass der Zins der Preis für das Risiko ist, gerät bei vielen Anlegern schon wieder in Vergessenheit", sagt Geurden.

Mit einer Imagekampagne will man die Vorteile herausstellen. Fotos aus den Geschäftsstellen mit den Mitarbeitern vor Ort sollen die Verbundenheit mit der Region ausdrücken.

Diese Verbundenheit kommt aber auch im Engagement vor Ort zur Geltung, findet der Volksbankchef. 155.000 Euro sind 2008 an 420 Vereine und gemeinnützige Organisationen gegangen. Über 1,8 Millionen Euro Steuern sind an die Kommunen geflossen. Zudem engagiert sich die Bank als Ausbilder: von den 204 Mitarbeitern in den zwölf Geschäftsstellen sind 18 Auszubildende.

Umso mehr ärgert sich Geurden über die Politik in Berlin. Den Finanzmarkt zu stützen sei völlig richtig. "Aber es kann nicht angehen, dass Banken, die nur noch unter dem Schutzschirm des Staates lebensfähig sind, mit ruinösen Konditionen den Markt kaputtmachen."

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