Ein Verein aus Neuss hat der Stadt ein Konzept für einen Parcours mit 18 Körben vorgelegt. Krefelder sucht nun Sponsoren.

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Im Rennbahn-Park in Neuss gibt es seit gut drei Jahren einen Disc-Golf-Parcours. Ein Frisbee muss in den Metallkorb bugsiert werden.

Im Rennbahn-Park in Neuss gibt es seit gut drei Jahren einen Disc-Golf-Parcours. Ein Frisbee muss in den Metallkorb bugsiert werden.

n.n.

Im Rennbahn-Park in Neuss gibt es seit gut drei Jahren einen Disc-Golf-Parcours. Ein Frisbee muss in den Metallkorb bugsiert werden.

Krefeld. Am Elfrather See könnte schon bald ein Disc-Golf-Parcours mit 18 Bahnen errichtet werden. Der Verein Disc-Golf Niederrhein, der seit etwa drei Jahren im Rennbahnpark Neuss gemeinsam mit dem städtischen Stadtmarketing eine Disc-Golf-Anlage mit zwölf Körben betreibt, hat der Stadt Krefeld ein entsprechendes Konzept vorgelegt.

Bei der Trendsportart geht es darum, mit einer speziellen Scheibe (Frisbee) einen Metallkorb zu treffen (siehe Bild und Info). Ähnlich wie beim Mini-Golf muss ein vorgegebener Parcours durchspielt werden. Denkbar sind Hindernisse wie Bäume, Hecken oder Wasserflächen. Die Anlagen sind frei zugänglich, benötigt werden lediglich drei Kunststoff-Scheiben, die etwa 15 Euro kosten.

30 000 Euro sollen am Ostufer des Sees investiert werden

„Die Flächen am Elfrather See sind ideal für Disc-Golf“, sagt Florian Brandt, 2. Vorsitzender von Disc-Golf Niederrhein. Der gebürtige Hamburger, der in Krefeld lebt, hat in der Hansestadt zum ersten Mal die junge Sportart ausgeübt und spielt regelmäßig in Neuss. Rund 30 000 Euro, überwiegend aus Spendengeldern finanziert, will der Verein in Krefeld investieren. Benötigt werden neben dem Metallkorb eine Matte, auf der der Abwurf gemacht wird, Hinweisschilder, die erklären, was auf der jeweiligen Bahn gemacht werden muss. Zudem fallen Kosten für die Vermessung des Areals, für Werbung und für die Durchführung von Turnieren an.

Für die Stadt sollen keine Ausgaben entstehen, Mieteinnahmen darf sie aber auch nicht erwarten, weil die Nutzung kostenlos ist. Die Pflege des Areals soll, so wie bisher, allerdings in den Händen der Stadt bleiben. Vorstellen kann sich Sportamtsleiter Detlef Flick die Anlage am östlichen Ufer des Sees nördlich der Badewiese und des Spielplatzes. Dort würden die Frisbee-Akrobaten auch nicht mit den Wassersport-Vereinen in Konflikt kommen, deren Anlagen sich überwiegend am Westufer befinden.

Wenn alles gut geht, kann sich Florian Flick eine Eröffnung im Frühjahr nächsten Jahres vorstellen. „Der Aufbau ist das geringste Problem. Wichtig sind nun die Genehmigung und das Finden von Sponsoren“, sagt der 41-Jährige.

Disc-Golf wurde vor mehr als 30 Jahren in den USA erfunden und wird inzwischen weltweit gespielt. In Amerika gibt es mehr als 4000 Anlagen und sogar eine Profi-Liga. In Europa wird Disc-Golf vor allem in Skandinavien, aber auch in Mitteleuropa gespielt. In Deutschland gibt es etwa 80 Anlagen, in Lünen sogar ein 24-Korb-Parcours.

Beim Disc-Golf geht es wie beim Golf und Mini-Golf darum, einen vorgegebenen Parcours zu durchspielen. Ein Parcours besteht meistens aus 18 Bahnen, auf denen der Spieler mit mehreren Würfen die Distanz zwischen Abwurf (auf einer Matte) und Ziel (der Korb) überwinden muss. Dabei muss er natürliche Hindernisse wie Bäume, Hecken, Hügel oder Wasser umspielen. Nach jedem Wurf wird immer von dort weitergespielt, wo die Scheibe liegengeblieben ist, auch wenn sie sich in einer ungünstigen Lage befindet. Sieger ist der Spieler mit der geringsten Wurfanzahl.

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