Die Gründerin der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft erlebt besondere Ehrung.

An der Außenwand der Xue Jun-Schule in Hangzhou erinnert eine Gedenktafel an den 5. Juni 2000. Mit dem Geschenk hatte Traute Nieter den Austausch und die Partnerschaft mit der chinesischen Schule besiegelt.
An der Außenwand der Xue Jun-Schule in Hangzhou erinnert eine Gedenktafel an den 5. Juni 2000. Mit dem Geschenk hatte Traute Nieter den Austausch und die Partnerschaft mit der chinesischen Schule besiegelt.

An der Außenwand der Xue Jun-Schule in Hangzhou erinnert eine Gedenktafel an den 5. Juni 2000. Mit dem Geschenk hatte Traute Nieter den Austausch und die Partnerschaft mit der chinesischen Schule besiegelt.

An der Außenwand der Xue Jun-Schule in Hangzhou erinnert eine Gedenktafel an den 5. Juni 2000. Mit dem Geschenk hatte Traute Nieter den Austausch und die Partnerschaft mit der chinesischen Schule besiegelt.

Die Gründerin der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft (2.v.l in der ersten Reihe), Traute Nieter, saß anlässlich der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Wenlan Middle School auf der Ehrentribüne. Bei ihrer 58. China-Reise besuchte sie (Foto rechts) auch die erste Partnerschule des Krefelder Vereins und den dort von ihr gepflanzten Baum der Freundschaft. Alle Fotos (3): Nieter, privat

Bild 1 von 3

An der Außenwand der Xue Jun-Schule in Hangzhou erinnert eine Gedenktafel an den 5. Juni 2000. Mit dem Geschenk hatte Traute Nieter den Austausch und die Partnerschaft mit der chinesischen Schule besiegelt.

Krefeld. Ein dickes Band der Freundschaft hat Traute Nieter im Laufe der Jahrzehnte nach Hangzhou geknüpft. Als die private Wenlan Middle School dort jetzt ihr 60. Bestehen gebührend feierte, war die 84-jährige Krefelderin Ehrengast. Die langjährige Vorsitzende der Krefelder Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft (GDCF) hatte zu Beginn der 90er-Jahre zunächst ein Schulpartnerschaftsmodell mit der Xuejun-Highschool in Hangzhou, der Hauptstadt der Provinz Zhejiang im Südosten Chinas, initiiert. In der Folge hat sie den freiwilligen Chinesisch-Unterricht an allen Krefelder Gymnasien eingeführt. Seither reiste sie immer wieder in das Land der aufgehenden Sonne. Erst vor kurzem kehrte sie von ihrer 58. China-Reise zurück.

Rektor lädt zur Feier in der ehemaligen Kaiserstadt ein

In alter Verbundenheit berichtet sie der WZ und deren Lesern von ihren Reise-Eindrücken. Die Wenlan Middle School ist die heutige Partnerschule der Krefelder Gymnasien. Als Schuldirektor Ren JiChang sie zu den Feierlichkeiten in die ehemalige Kaiserstadt und Seidenmetropole einlud, überlegte Traute Nieter nicht lange. Sie flog hin.

Der 14-stündige Flug führte von Düsseldorf über Frankfurt nach Shanghai. „Dot wurde ich mit einem Wagen der Wenlan-Schule abgeholt, und drei Stunden später traf ich in Hangzhou ein. Als Gast der Wenlan-Schule wohnte ich in einem internationalen Fünf-Sterne-Hotel“, erzählt sie.

Zu den hochrangigen Gästen der Jubiläumsfeier zählten Besucher aus Amerika, Schweden, Tschechien, Italien, den Niederlanden – und Deutschland. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter in dem typisch chinesischen Empfangsraum mit wuchtigen tiefen Sesseln und einem Austausch von Geschenken, schlossen sich in den folgenden Tagen Besichtigungen der zahlreichen Schulgebäude und Klassenzimmer sowie der Besuch von Unterrichtseinheiten an. Die Schule besuchen 1200 Schüler.

Höhepunkt war die Jubiläumsfeier im schuleigenen Stadion. Von der Ehrentribüne aus beobachtete Traute Nieter die Aufführungen der Schüler. „Die Choreographie bot bewegte Schaubildern von konfuzianischer Klassik bis hin zum paramilitärischen Aufmarsch“, erinnert sie sich. „Ein Rausch von Farben und Bewegungen.“ Der spätere Abschiedsabend war geprägt von Dankesreden und endete laut Traute Nieter in herzlichen Umarmungen.

Vor dem Rückflug von Shanghai nach Düsseldorf machte die Krefelderin noch einen Abstecher an ihre erste Wirkungsstätte in China: zur Xuejun-Schule in Hangzhou. „Mit der war ich die erste Schulpartnerschaft eingegangen und dort hatte ich einen Baum der Freundschaft gepflanzt“, erzählt Traute Nieter. Noch heute erinnert vor Ort eine Gedenktafel an diesen Moment.

Pulks von neuen Wolkenkratzern zeugen vom Umbruch des Landes

Wie sehr China inzwischen im Umbruch ist, davon kündet auch eine Vielzahl neuer Wohnhochhäuser (bis zu 58 Stockwerke hoch) auf der Rückfahrt nach Shanghai. Die stehen meist in einem Pulk von zehn Gebäuden und nehmen sich laut Traute Nieter gegenseitig die Sicht und das Licht weg. Besonders eindrucksvoll sei eine neue fünf Kilometer lange Hochbrücke gewesen, die ein ganzes Wohnviertel überspannt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer