Der fußkranke Vogel musste eingeschläfert werden. Sein „flügellahmer“ Artgenosse ist aber fit.

Zur Untersuchung war der Schwan betäubt worden.
Zur Untersuchung war der Schwan betäubt worden.

Zur Untersuchung war der Schwan betäubt worden.

Dirk Jochmann

Zur Untersuchung war der Schwan betäubt worden.

Krefeld. Aller Einsatz ist umsonst gewesen: Der Schwan, der am Sonntag Feuerwehr und Tierrettung am Linner Burggraben auf Trab hielt, musste noch am Abend eingeschläfert werden.

"Es gab leider keine andere Möglichkeit mehr", erklärte Frank Schankat, Leiter des Tierheims, der beim Einsatz ebenfalls vor Ort war. Der Vogel hatte sich schon vor einiger Zeit einen Bruch im Fuß zugezogen und litt an einer Infektion.

"Es knirschte schon beim Anfassen", so Schankat. Man hätte den Fuß abnehmen müssen, dann sei der Schwan aber nicht mehr überlebensfähig gewesen. Außerdem seien die Schwäne am Burggraben "wild". "Je länger man diese festhält, desto größer ist die Gefahr, dass sie an dem Stress sterben."

Einem zweiten Schwan wurden Federn gestutzt

Bei dem Schwan hat es sich entgegen der ersten Informationen der Feuerwehr aber nicht um den "alten Bekannten" gehandelt, der seit gut zwei Jahren für Anrufe besorgter Passanten sorgt. Am Burggraben gebe es drei bis vier Schwäne , so Schankat.

Einer von ihnen habe einen verkrüppelten Flügel, der angeboren sei oder vielleicht auch von einem Hundebiss herrühre. Gerade wenn das Gewässer zugefroren sei, mache es manchmal den Eindruck, dass der Vogel festgefroren sei, da er sich kaum bewege.

"Ihm geht es aber gut", betonte Schankat, der das Tier bei seinem Besuch vor Ort unter die Lupe nahm und sich um den Flügel kümmerte. Die Federn darauf wachsen schräg, sie seien aber gestutzt worden. "Jetzt hat der Vogel für ein Jahr wieder Ruhe."

Kein Verständnis hat Schankat, dass immer noch so viele Hunde am Burggraben ohne Leine herumlaufen würden. "Am Sonntag als ich dort war, waren es bestimmt zehn." Die Vierbeiner seien eine Gefahr für die Schwäne.

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