Rita Dwars will mit den Aquarellen ihres verstorbenen Mannes etwas Gutes tun. In ihrer Familie gab es mehrfach Fundhunde.

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Rita Dwars (67) mit einer kleinen Auswahl der Bilder, die ihr Mann über die Jahre gemalt hat. Für die Verkaufs-Aktion zugunsten des Tierheims wird eine Kunsthändlerin einen Preis festlegen.

Rita Dwars (67) mit einer kleinen Auswahl der Bilder, die ihr Mann über die Jahre gemalt hat. Für die Verkaufs-Aktion zugunsten des Tierheims wird eine Kunsthändlerin einen Preis festlegen.

Dirk Jochmann

Rita Dwars (67) mit einer kleinen Auswahl der Bilder, die ihr Mann über die Jahre gemalt hat. Für die Verkaufs-Aktion zugunsten des Tierheims wird eine Kunsthändlerin einen Preis festlegen.

Krefeld. Blumen-Stillleben, Kopfweiden am Niederrhein, toskanische Landschaften – nicht nur an allen Wänden ihrer Wohnung erinnern zahlreiche Bilder Rita Dwars an die Liebe ihres Mannes zur Malerei. Dutzende Kisten voller Aquarelle hütet die 67-Jährige. „Von manchen Bildern werde ich mich selbstverständlich nie trennen, an denen hänge ich“, sagt die Benraderin, „aber bei den anderen Bildern wäre es toll, wenn sich noch jemand daran erfreuen kann und gleichzeitig etwas Gutes für das Tierheim tut.“

Alleine kann sie keine Ausstellungen mehr stemmen

Behalten kann die gebürtige Wuppertalerin die Werke ihres 2013 im Alter von 85 Jahren verstorbenen Mannes Marion Dwars nicht alle. Nach dessen Tod verkleinerte sie sich von einem Haus mit Garten auf eine Wohnung. Und die Ausstellungen, die das Paar viele Jahre organisierte, kann sie alleine nicht mehr stemmen. Die ehemalige Krankenschwester leidet an Rheuma und MS. Außerhalb ihrer eigenen vier Wände ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen.

Mit den Bildern ihres Gatten, der Autodidakt war und zum Abschalten malte, will sie nun „andere glücklich machen“. Was die Idee, eine Spendenaktion für das Tierheim zu starten, angeht, sagt sie: „Ich bin kein Krösus, aber ich möchte im Kleinen mal machen, was andere im Großen machen können.“

Unterstützung bekommt sie dabei von Bettina Liebsch von der Kunsthandlung Steinbach an der Rheinstraße. Die Kunsthändlerin wird die Preise für den Benefiz-Verkauf am 18. und 19. April im Tierheim festlegen. Viele der Bilder in Rita Dwars’ Kisten und Kästen sind bereits gerahmt. Voraussichtlich werden die Preise sich etwas über und etwas unter hundert Euro bewegen.

Dass sich die Benraderin bei ihrer Spenden-Idee für das Tierheim entschied, war für sie naheliegend. Die Familie hatte mehrfach Fundhunde beziehungsweise kümmerte sich um die Tiere von Freunden. Einer ihrer beiden Söhne fand einmal einen schwer verletzten Husky auf einem Feld in der Nähe. Er war verlaust und verdreckt und die Tierrettung wollte ihn ins Tierheim bringen. Dieser „traumhaft schöne Hund“, wie Rita Dwars schwärmt, blieb stattdessen in der Familie. Sunny wurde 14 Jahre alt. Zuletzt lebte der Border-Collie-Terrier-Mix Tina bei Familie Dwars. Der Tierheim-Hund wurde fast 16 Jahre alt.

Für den Verkauf der Bilder wird das Tierheim am Samstag und Sonntag, 18. und 19. April, jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Im Tierheim ist man über jede Hilfe froh – gerade auch vor dem Hintergrund der Querelen mit der Stadt Krefeld um die Fundtier-Unterbringung. Joerg Grünauer, der die Einrichtung ehrenamtlich unterstützt, sagt: „Die verbleibenden Mitarbeiter des Tierheims freuen sich sehr, dass durch privates aktives Engagement in den vergangenen unruhigen Monaten das Tierheim einen großen Rückhalt in der Krefelder Bevölkerung erfährt.“ Ebenso glücklich sei man nach wie vor auch über passive Hilfe, wie etwa in Form von Spenden, „die den Bestand und die Aufgaben für den Tierschutz sichern helfen“.

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