Azubis und Schüler schuften im Bruch.

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An der Hauptschule Inrather Straße werden Sozialprojekte gefördert.

An der Hauptschule Inrather Straße werden Sozialprojekte gefördert.

Archivfoto

An der Hauptschule Inrather Straße werden Sozialprojekte gefördert.

Krefeld. Wenn ein angehender Mechatroniker von Thyssen-Krupp Nirosta (TKN) die Heide wackeln lässt, hat dies nicht direkt mit seiner Ausbildung zu tun. Dennoch zogen in den vergangenen Wochen 15 TKN-Lehrlinge und sieben Schüler der 8. Klassen der Gemeinschaftshauptschule Inrather Straße in das Hülser Bruch, um dort trotz widriger Witterung unter Aufsicht des Naturschutzbundes (Nabu) auf rund einem Hektar die Heide zu renaturieren.

Mit Hacken und Schaufeln wurde zugunsten einer wiederhergestellten Natur geschuftet. Azubi Fabian Spieker berichtet: „Es war ganz schön anstrengend. Aber es machte Spaß, draußen in der Natur gemeinsam zu arbeiten.“ Ausbilder Joachim Polanski erläutert den Hintergrund des Projekts, das es seit 2007 gibt: „Wir legen in der Ausbildung auch viel Wert auf soziales Engagement und Teamarbeit. Und natürlich denken wir in der Zusammenarbeit mit der Schule auch an künftige Auszubildende für unseren Betrieb.“

Nebenbei können sich Schüler in Richtung Arbeitswelt orientieren

Fabian Spieker verweist auch auf andere Projekte, wie die Unterstützung der Heuss-Schule in Stahldorf oder den Stahl-Brunnen auf dem Moritzplatz, der ebenfalls von Thyssen-Lehrlingen hergestellt wurde.

Klassenlehrerin Irmgard Dohr betont, dass die Schüler „ganz viel gelernt haben“. Neben der Begegnung mit der Natur sei dies auch das bewusste Arbeiten für andere und nicht zuletzt der Austausch mit den Azubis. Dadurch orientieren sich die Schüler Richtung Ausbildung und Arbeitswelt.

Neben dem Nabu-Projekt gebe es eine Reihe weiterer sozialer Projekte an ihrer Schule, etwa die Seniorenbegleitung mit Ausflügen in den Zoo. Auch wenn ihre Schule ein Auslaufmodell sei (2012/13 ist das letzte Schuljahr), so Dohr „wird die Schule zwar auslaufen, aber nicht abbröckeln“. Im Interesse der Schüler werde an den Projekten bis zum Schluss festgehalten.

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