Die Sprecherin der Bürgerinitiative Theaterplatz kritisiert die Billiglösung und die Verzögerungen.

Szene
An dieser Stelle soll das Betonfundament für die Toilette gegossen werden. Seit gestern ist sie eingezäunt.

An dieser Stelle soll das Betonfundament für die Toilette gegossen werden. Seit gestern ist sie eingezäunt.

Jochmann

An dieser Stelle soll das Betonfundament für die Toilette gegossen werden. Seit gestern ist sie eingezäunt.

Krefeld. Brigitte Theveßen ist über die Situation auf dem Theaterplatz verstimmt – gelinde gesagt. „Wir haben zehn Monate geduldig gewartet, dass die Verwaltung die Situation für die drogenabhängige Szene und die Bürger dort verbessert, und dann dieser Schlamassel mit dem Party-Klo“, sagt die Sprecherin der Bürgerinitiative. Diese Billiglösung hilft ihrer Meinung niemandem und sei obendrein sogar gefährlich.

Aus Sicherheitsgründen sollte das Klo einsehbar und zugänglich sein

Im Gegensatz zu der jetzt abschließbaren Miettoilette, hatte Brigitte Theveßen im Vorfeld eine selbst reinigende und sich nach wenigen Minuten auch wieder selbst öffnende Anlage gefordert. Unterstützung habe sie in einem Gespräch von Rainer Furth erhalten. „Für ihn muss eine Toilette auf dem Platz im Ernstfall einsehbar und zugänglich sein“, zitiert sie den Polizeipräsidenten. Bei der jetzigen Version sei das jedoch nicht der Fall. Deshalb stellt sich ihr die Frage: „Wer haftet eigentlich, wenn darin was passiert?“ Seit gestern stehen im vorderen Teil des Theaterplatzes zum Ostwall hin die Bauzäune. Nachdem der erste Standort vor dem Theater noch vor der Testphase auf breiter Front abgelehnt worden ist, soll der Toiletten-Container nun im Dezember aufgestellt werden. „Von einem Unterstelldach oder einer baulichen Lösung für die Abgänge zur Tiefgarage ist hingegen nichts mehr zu hören“, so Theveßen. Ebenso wenig von einem neuen Aufenthaltsort für die Szene. Ihr lapidarer Kommentar dazu: „Wegen dieser halben Sachen sollte der runde Tisch aus Experten das Thema wieder übernehmen.“

Der Rat hat im Februar beschlossen: die Fortschreibung des Drogenhilfekonzepts, ein Reinigungs- und Sicherheitskonzept für den Platz sowie das Aufstellen einer Toilettenanlage. Desweiteren soll die Absperrung der Tiefgaragenabgänge geprüft werden.

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