„Haus und Grund“, die Interessensvertretung von Immobilieneigentürmern, mischt sich in die politische Diskussion um die beiden Projekte Seidenweberhaus und Kesselhaus ein. Sie fordert nicht das eine Projekt gegen das andere auszuspielen. „Kein entweder oder“, heißt es in einer Erklärung. „Sondern das Beste aus beidem.“ Dabei sieht „Haus und Grund“ das Kesselhaus zukünftig als Veranstaltungsort und die Fläche des Seidenweberhauses, samt Theaterplatz, als Wohnstandort.

Das Kesselhaus sei grundsätzlich geeignet, alle Anforderungen an einen Veranstaltungsort zu erfüllen. Weil attraktiver, innerstädtischer Wohnraum in Krefeld fehle, sei der Bereich Seidenweberhaus und Theaterplatz für ein Wohn- und in geringem Maße Einzelhandelsstandort bestens geeignet. Als Beispiel diene das Andreas-Quartier in der Düsseldorfer Altstadt. Am ehemaligen Standort des Amts- und Landgerichts wurde von einem privaten Investor ein neues Wohnquartier entwickelt.

Aus den Erlösen sind die Kosten des Neubaus von Amts- und Landgericht gedeckt. „Haus und Grund“ fragt: „Warum also nicht ein ’Theaterplatz-Quartier’ entwickeln?“ Durch einen Bebauungsplan oder einen städtebaulichen Vertrag könne sichergestellt werden, dass kein reines Luxusquartier entsteht. Da Krefeld nicht in Geld schwimme, könnten entsprechende Veräußerungserlöse dazu dienen, andere städtebauliche Aufgaben zu lösen. Alternativ könnten auch regelmäßige Einnahmen über die Vereinbarung einer jährlich zu zahlenden Erbpacht generiert werden. nav

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