Politik und Personalien gehören zum Gänseessen dazu.

Tradition
Neuer Geschäftsführer des Theaters: Michael Magyar.

Neuer Geschäftsführer des Theaters: Michael Magyar.

Dirk Jochmann

Neuer Geschäftsführer des Theaters: Michael Magyar.

Krefeld. Premiere bei den Liberalen: Beim traditionellen leckeren Gänseessen bei Marcelli stellt sich mit Michael Magyar der neue, ab 1. Dezember agierende Geschäftsführer des Gemeinschaftstheaters Krefeld und Mönchengladbach vor. Er wirbt engagiert für sein gutes Dreispartenhaus. Es ist eine Steilvorlage für Joachim C. Heitmann, den FDP-Kreisvorsitzenden. Er sieht Parallelen in den Dramen auf der Bühne und denen in der Krefelder Politik.

„Große Gefühle – Alles Theater! Alles Theater?“, ist der Abend überschrieben. „Der Stadtrat spielt im großen Haus, die Ausschüsse agieren auf den kleinen Bühnen“, erklärt der FDP-Chef. „Der aktuelle Spielplan sieht ab 11. Dezember die Haushaltsberatungen mit Steuererwartungen und Sparmaßnahmen vor; ein dramatisches Ringen bis zum 26. März.“

Doch: Im Gegensatz zu den Zuschauern im Theater, für die das Geschehen nach dem Schlussvorhang beendet sei, habe das, was im Stadtrat zwischen Verwaltung und Politik gespielt werde, ganz reale Folgen für die Bürger.

Im nächsten Stück, der Oberbürgermeisterwahl, sieht Heitmann einen gewieften, schwergewichtigen Kommunalpolitiker, einen Verwaltungsmann und einen Finanzpolitiker im grünen Gewand. „Wer wohl noch aus der Kulisse treten wird?“, fragt er. „Ein mit allen Wassern gewaschener Bundespolitiker, der nach Jahren im fernen Spreeathen, auf die 50 zugehend, zum Rhein zurückkehrt?“

Werfen die Liberalen einen eigenen OB-Kandidaten ins Rennen?

Der so angesprochene Liberale, Bundespolitiker Otto Fricke, dazu: „Wir werden uns alle Kandidaten angucken. Am Ende ist es nicht entscheidend, von welcher Partei der neue OB kommt, sondern welcher der Beste für Krefeld ist.“

Magyar erklärt, dass die Macher anderer Theater in Deutschland mit leichten Neidgefühlen auf Krefeld schauten, da die Finanzen der städtischen Bühnen trotz aller Haushaltsnöte bis 2020 gesichert seien. Dennoch werde es wohl so sein, dass ab der Spielzeit 2015/2016 ein Euro je Ticket mehr verlangt würde. Dass die Theaterkasse vom Treffpunkt der Drogenszene am Theaterplatz weg verlegt wird, will Heitmann indes nicht akzeptieren: „Wir haben ein Konzept für den Platz entwickelt, das wir in dieser Woche vorstellen werden.“ cf

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer