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Dagmar Groß, Redaktionsleiterin WZ Krefeld

Dagmar Groß, Redaktionsleiterin WZ Krefeld

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Dagmar Groß, Redaktionsleiterin WZ Krefeld

Krefeld. Ob das Tempolimit den Anwohnern der Autobahn A 57 wirklich hilft, können nach der Einführung nur sie selbst beurteilen. Tagsüber würden sich die Autofahrer freuen, wenn es überhaupt so schnell vorwärts ginge, wie ein WZ-Leser in der Diskussion auf unserer Internet-Seite ganz richtig bemerkt. Und ob sich bei freier Strecke nachts jemand an Tempo 100 hält? Man weiß es nicht.

Nachdem Krefelds Politiker sich in der April-Ratssitzung endgültig von der Tunnel-Trog-Lösung verabschiedet haben, ist den Anliegern wohl relativ egal, wie der Lärmschutz entlang der vielbefahrenen Strecke geartet ist – die Hauptsache ist, er kommt schnell.

Natürlich hätte die so genannte Einhausung eines Teils der Strecke der Stadt außer dem Lärmschutz noch ganz andere stadtplanerische Möglichkeiten geboten. Denn dass die Autobahn – zumal in Hochlage – die Stadt durchschneidet und aufteilt, ist eine Tatsache. Beinahe ebenso klar ist aber, dass es keine realistische Chance auf eine zeitnahe Finanzierung diese Projektes gegeben hätte.

Immerhin steht jetzt fest, dass die Krefelder an der Entscheidung über die Lärmschutzwände beteiligt werden. Damit können sie beeinflussen, wie die architektonische Qualität und die Wirkung der hohen Schallschutzmauern ausfällt. Und sie können ein Auge darauf haben, dass zum Beispiel der Blick auf die Geismühle frei bleibt.

Doch schon jetzt mahnt der Landesbetrieb Straßenbau, dass man keine Zeit für eine jahrelange Diskussion habe, da Termine einzuhalten sind. Ganz offensichtlich haben die Krefelder Verantwortlichen sich bei dem Landesbetrieb in dieser Hinsicht einen Ruf erworben.

Doch schnelle Entscheidungen sind eben nicht nur bei den Planern gefragt, sondern auch bei den Anwohnern. Damit die auch ruhig schlafen können, wenn sich die Fahrer nicht an Tempo 100 auf der Autobahn halten.

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