4000 Stofftiere hat die Feuerwehr seit 1993 an kleine Patienten in ihren Rettungswagen verschenkt.

Die Aktion "Teddys im Rettungswagen" feiert Jubiläum
Die Aktion "Teddys im Rettungswagen" feiert Jubiläum

Die Aktion "Teddys im Rettungswagen" feiert Jubiläum

Dirk Jochmann).

Die Aktion "Teddys im Rettungswagen" feiert Jubiläum

Krefeld. Jubiläum feiert die Aktion "Teddys im Rettungswagen". Seit 1993 sind die Krefelder Rettungswagen mit den bärigen Begleitern ausgestattet. Jetzt wurde der 4000. Teddybär verschenkt. Feuerwehr-Chef Josef Dohmen lädt die Sponsoren zu Kaffee und Kuchen ein und zieht gemeinsam mit ihnen Resümee.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion in Krefeld durch den Kochclub der Lukaskirche in Gartenstadt. Regelmäßig zaubern die Kochbegeisterten ein leckeres Essen, das sie immer am letzten Sonntag des Monats nach dem Familiengottesdienst zum kleinen Preis verkaufen. "Wir wollten etwas Sinnvolles mit dem Geld anfangen. Die Leiterin der Kochgruppe hatte von einer ähnlichen Aktion in einer anderen Stadt gehört", berichtet Gisela Detzner.

Mit mehr Einsätzen wurden auch mehr Teddys nötig

Vom Erlös aus dem Verkauf der Mahlzeiten kaufen sie jährlich rund 450 Teddybären, die sie an die Feuerwehr weitergeben. Mehr als 20000 Einsätze im Jahr verzeichnet die Feuerwehr mittlerweile, die Teddys reichten bei weitem nicht mehr aus.

Da man nur neue Teddybären verschenken will, freuten sich die Feuerwehrleute, als sich vor zwei Jahren ein weiterer Sponsor fand: Die Krefelder McDonalds-Restaurants Ostwall, Rheinstraße, Dießemer Bruch und Freudstraße signalisierten ihr Interesse. "Wenn man Geld verdient, sollte man auch etwas davon abgeben", findet Franchisenehmer Bernhard Meyer.

Trotz der hellblauen Wände herrscht in den Rettungswagen eine klinische Atmosphäre. Die Schränke sind weiß, über der Liege sind Gerätschaften angebracht, die die Kinder nicht kennen. Verletzten Kindern auf dem Weg ins Krankenhaus, aber auch wenn ein Feuer eine Wohnung verwüstet hat und die Kinder erst einmal betreut werden müssen, wird dann der Teddy ein Tröster in der Not. In ihrer spielerischen Welt der Kinder wird das Kuscheltier zum Beschützer, er vermittelt Geborgenheit.

Manchmal melden die ehemaligen Patienten sich Jahre später bei der Feuerwehr, weil der Teddy verloren gegangen ist und sie gern einen "Bruder vom Teddy" hätten. Wobei es nicht "den Teddy" gibt - im Laufe der Jahre sind die unterschiedlichsten Spezies von Bären an die Kinder verschenkt worden.

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