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Jörg Knappe

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Krefeld/Kleve.  Der Raubmord an einer 87-jährigen Frau aus Emmerich ist aufgeklärt. Der mutmaßliche Täter ist am Montag von einer  Spaziergängerin tot in einem Waldstück bei Emmerich gefunden worden. Ein Mann hing an einem Baum, teilte die ermittelnde Mordkommission Krefeld mit. Noch am Montag wurde der Tote obduziert. Feststeht demnach, dass er sich selbst erhängt hat.

Die Beamten untersuchten die Wohnung des Mannes in der Innenstadt Emmerich. Dort trafen sie auf zwei große Bordeauxdoggen, darunter eine helle. Täterbeschreibung und Hund passten so zu den Videoaufnahmen, die zeigten, wie der Täter die Kleidung entsorgte, die er beim Mord getragen hat, darunter ein orangefarbenen Leuchtoverall. Ermittlungen ergaben, dass der Tote einen solchen besessen hat.

Die kriminaltechnische Untersuchung im Haus des 51-Jährigen wurden zudem Partikel gefunden, die auch am Tatort waren. Es wurde außerdem ein Ringbuchkalender aus dem Jahre 2008 gefunden, in welchem eine Seite fehlte. Genau diese herausgerissene Seite wurde mit handschriftlichen Aufzeichnungen bei den vom Täter in der Mülltonne entsorgten Gegenständen aufgefunden. Er hatte darauf handschriftlich unter anderem den Namen des Opfers und die Nummer der Wasseruhr notiert.

Der Mörder gab vor, die Wasseruhr ablesen zu wollen

Eine Zeugin hatte beobachtet, wie sich am Dienstag, 11. Januar, ein Mann unter dem Vorwand, er sei von den Stadtwerken und wolle die Wasserpumpe und die Wasseruhr sehen, Zugang zur Wohnung der Ermordeten verschafft hat. Am 12. Januar war die 87-Jährige tot in einer Blutlache liegend in ihrer Küche gefunden worden. Ein Abgleich der DNA-Spuren aus dem Haus der Ermordeten ist veranlasst, erste Ergebnisse am späten Dienstagnachmittag stellten Übereinstimmung fest.
 
Mordkommission und Staatsanwaltschaft gehen sicher davon aus, dass es sich bei dem 51-Jährigen um den Möder der 87-Jährigen handelt.

 "Wir haben die Beunruhigung in der Bevölkerung insbesondere bei den älteren Mitbürgern in Emmerich deutlich gespürt. Trotz der Tragik sind meine Kollegen und ich froh, dass die Tat so schnell aufgeklärt  wurde", sagte Gerd Hoppmann, Leiter der Mordkommission, mit.