Auch die neuen Fahrzeuge, die bereits im Einsatz sind, erhalten mehr Platz.

SWK Mobil
Auch in den neuen Bahnen, die bereits im Einsatz sind, wird der Eingangsbereich umgebaut. Archiv

Auch in den neuen Bahnen, die bereits im Einsatz sind, wird der Eingangsbereich umgebaut. Archiv

DJ

Auch in den neuen Bahnen, die bereits im Einsatz sind, wird der Eingangsbereich umgebaut. Archiv

Krefeld. Die SWK haben eine gute Nachricht für die Straßenbahn-Fahrgäste. Nicht nur, dass 2014 zwölf neue Bahnen hinzukommen – auch die bereits eingesetzten 19 Fahrzeuge werden im Eingangsbereich so umgerüstet, dass mehr Platz sein wird.

Wie berichtet, haben die SWK bei Bombardier zwölf weitere Fahrzeuge bestellt. Kleinere technische Details werden verändert, ansonsten werden sie so aussehen, wie ihre Vorgänger, die seit 2009 auf den Krefelder Schienen unterwegs sind. Auf vielfachen Wunsch der Fahrgäste soll in den neuen Bahnen die Anordnung der Sitze so verändert werden, dass im Eingangsbereich mehr Platz ist.

„Es war immer ein Problem, dass wir keine Ersatzteile mehr bekommen.“

Carsten Liedtke, SWK-Chef, zum Thema, warum die alten Bahnen nicht verkauft werden

„Wir haben mit Bombardier verhandelt, dass auch die bereits gelieferten Fahrzeuge entsprechend nachgerüstet werden“, erklärt SWK-Chef Carsten Liedtke. Wann das passiert, stehe noch nicht genau fest – allerdings soll dies vor der Lieferung der neuen Bahnen abgeschlossen sein.

Dass man statt der möglichen 19 nur zwölf Bahnen (Kosten: rund 30 Millionen Euro) zusätzlich geordert hat, hängt mit der gescheiterten Ringlösung in Hüls und der verkürzten Strecke Richtung Tackheide zusammen, hat aber auch Spargründe, wie Liedtke im Gespräch mit der WZ erläuterte.

Man habe festgestellt, dass man für die 19 alten Fahrzeuge ohnehin kaum noch einen Erlös erzielen könne. Deshalb werde man sie behalten. Zwei bis drei würden dann zu Spitzenzeiten – zum Beispiel im Schülerverkehr – eingesetzt. Die restlichen baut man auseinander, damit sie als Ersatzteillager für die noch fahrtüchtigen Bahnen dienen können. „Es war nämlich immer ein Problem, dass wir keine Ersatzteile mehr bekommen.“

Trotz der Preiserhöhung ist die Zahl der Fahrgäste gestiegen

Nach und nach passen die SWK die Haltestellen im Stadtgebiet an die Niederflurtechnik der neuen Straßenbahnen an, um einen ebenerdigen Einstieg zu ermöglichen. Dies ist nicht an allen Haltepunkten möglich. Zum Beispiel geht es nicht, wenn die Haltestelle sich im Fahrbahnbereich befindet und kein eigener Gleiskörper vorhanden ist. In den Jahren 2011 und 2012 sind 16 Haltestellen umgebaut worden. Die Kosten von 2,3 Millionen Euro hat zu 85 Prozent das Land getragen.

Bis 2015 werden folgende Haltestellen angepasst, wobei die Reihenfolge noch nicht endgültig feststeht: Schicksbaum, Stadtpark Fischeln, Bockum Friedhof, Inrath Siedlung, Kapuzinerkloster, Fischeln Rathaus, Grotenburg/Zoo (alle jeweils in beide Richtungen) und Eichhornstraße (Richtung Wilhelmplatz). Kosten: gut 4,3 Millionen Euro.

Insgesamt war man bei der SWK-Mobil mit dem Jahr 2012 zufrieden. Trotz der Preissteigerung zum 1. Januar sei die Fahrgastzahl um ein Prozent gestiegen, der Umsatz in etwa um die Prozentzahl des Preisanstiegs.

Andererseits ist man sich an der St. Töniser Straße des wachsenden Drucks bewusst. Der demografische Wandel lässt die Schülerzahlen zurückgehen, und die älteren Leute, die über lange Jahre das Stammpublikum bildeten, sind heutzutage viel mobiler mit dem eigenen Auto oder dem Fahrrad unterwegs.

Hinzu kommt, dass die Preise Anfang des Jahres erneut angepasst worden sind – „Personalkosten, Strom und Dieselpreise sind auch für uns gestiegen“, so Liedtke.

 

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