Die Stadtwerke Krefeld sind zufrieden mit dem Konzernergebnis 2016. 19 Millionen Euro fließen wie geplant in die Stadtkasse.

SWK, Stadtwerke Krefeld, St. Töniser Straße. Verwaltungsgebäude, Verwaltung, Neubau
SWK, Stadtwerke Krefeld, St. Töniser Straße. Verwaltungsgebäude, Verwaltung, Neubau

SWK, Stadtwerke Krefeld, St. Töniser Straße. Verwaltungsgebäude, Verwaltung, Neubau

Jochmann, Dirk (dj)

SWK, Stadtwerke Krefeld, St. Töniser Straße. Verwaltungsgebäude, Verwaltung, Neubau

Krefeld. Mit einem Betriebsergebnis von 42 Millionen Euro und satten 19 Millionen Euro Überschuss hat die Stadtwerke Krefeld (SWK) AG das Jahr 2016 abgeschlossen. Ein sehr gutes Ergebnis, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Benedikt Winzen (SPD) bei der Bilanzvorstellung am Verwaltungssitz an der St.-Töniser-Straße betont. Die SWK agierten im hart umkämpften Energie-, Ver- und Entsorgungsmarkt. „Da ist es keine Selbstverständlichkeit, dass man so gut durch die Tür kommt.“

Der deutliche Umsatzrückgang auf 1,06 Milliarden Euro (minus 63 Millionen Euro) ergebe sich durch die Ausgliederung des Energiehandels, erläutert SWK-Vorstand Carsten Liedtke. „Das war geplant.“ Der Konzernüberschuss sei mit knapp 25 Millionen Euro „das beste Ergebnis in den vergangenen fünf Jahren.“ Der Jahresüberschuss der SWK AG liegt bei 19 Millionen Euro (plus 39 Prozent). „Das freut vor allem den Stadtkämmerer“, scherzt Liedtke. Ulrich Cyprian bekommt, womit er im städtischen Haushalt geplant hat: 6,4 Millionen Euro.

Rekordergebnis und neue Verträge

Auf solche Zuflüsse darf die Stadtkasse auch in den kommenden Jahren bauen: neun Millionen Euro werden bei den SWK zurückgehalten, aus denen bei Bedarf der städtische Haushalt gestützt werden kann. Um 2,5 Millionen Euro stärken die SWK ihre Gewinnrücklage. Neustrukturierungen wie die Gründung der Netzgesellschaft Niederrhein (NGN), in der die SWK-Töchter Netze, Aqua und Setec gebündelt worden sind und alles rund um die Versorgung der Menschen mit Strom, Wasser, Fernwärme, Abwasser sowie die Straßenbeleuchtung bearbeitet wird, sollen Arbeitsabläufe straffen. 345 Mitarbeiter haben 2016 einen Umsatz von 210 Millionen Euro gemacht.

Zufrieden ist der SWK-Vorstand auch mit dem Ergebnis der Töchter Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) und der Entsorgungsgesellschaft Krefeld (EGK). Mit 382 525 Tonnen verbranntem Abfall in der Müllverbrennung hat die EGK einen neuen Rekord aufgestellt und knapp 104 000 Megawatt Strom auf den Markt gebracht.

Der Müll reichte, um den Anlagenbetrieb, Fernwärmekunden und den Markt zu bedienen. Die EGN, die die Müllverbrennungsanlage sozusagen mit Abfall füttert, habe „zum guten Geschäftsergebnis beigetragen“, betont SWK-Vorstand Kerstin Abraham. Neue Verträge, beispielsweise mit dem Rhein-Kreis-Neuss, Krefeld und Mönchengladbach, sicherten die Zukunft. „Das Geschäft brummt.“ Auch mit der Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft (GSAK) ist der Vorstand zufrieden. „Trotzdem bleibt unser Ziel, Krefeld noch sauberer zu machen“, sagt Adam.

Nationalspieler Trotz der Konkurrenz steigt die Zahl der Kunden 2016: 459 000 Stromkunden (plus 14 000) und 85 000 Gaskunden (plus 5000). Von den 545 000 Energiekunden leben aber nur 130 000 in Krefeld. Im Markt der 4000 Stromanbieter bundesweit sind die SWK mit Lekker (304 000 Kunden) gut aufgestellt. Über Lekker versorgen die SWK beispielsweise 90 000 Haushalte in Berlin mit Elektrizität, immerhin 28 000 in Hamburg.

Zukunft Digitalisierung ist die Zukunft. Das Smartphone wird zu einer wichtigen Schaltstelle für alle Dienstleistungen, Informationsaustausch und Dienstleistungen. Mit dem SWK-Info über Whatsapp sei man ganz vor, sagt SWK-Vorstand Kerstin Adam. „Die Kunden können direkt mit der Zentrale kommunizieren.“ Was alle Haushalte bis 2025 trifft: Digitale Stromzähler werden eingebaut und machen das individuelle Ablesen überflüssig.

Sich für die Zukunft gut aufzustellen: Das forcieren die SWK beispielsweise über Modellprojekte der dezentralen Energieversorgung. Systeme, die Energiegewinnung und ihre Nutzung intelligent, kleinteilig und sparsam organisieren, sind in der Erprobung. Photovoltaik auf dem Dach und eine leistungsstarke Batterie im Keller: Auch das wird auf Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit getestet.

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