Konzernmutter müsse mit ausreichend Kapital für den Ausstieg aus Kern- und fossiler Energie ausgestattet sein.

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Die Aufspaltung könne eine „zielführende Maßnahme sein, um den Konzern zu erhalten,“ sagt SWK-Chef Carsten Liedtke.

Die Aufspaltung könne eine „zielführende Maßnahme sein, um den Konzern zu erhalten,“ sagt SWK-Chef Carsten Liedtke.

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Die Aufspaltung könne eine „zielführende Maßnahme sein, um den Konzern zu erhalten,“ sagt SWK-Chef Carsten Liedtke.

Krefeld. Die SWK begrüßen grundsätzlich die geplante Aufspaltung des RWE-Konzerns, sehen als Aktionäre aber bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, sagt SWK-Vorstandschef Carsten Liedtke.

Der RWE-Vorstand will – wie berichtet – dieses Jahr die Zukunftsgeschäfte Erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb in einer neuen Tochter bündeln und diese an die Börse bringen. Damit will der von der Energiewende gebeutelte Konzern neue finanzielle Spielräume gewinnen. Das klassische Geschäft mit Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken bleibe im Mutterkonzern.

Bei SWK halten als Aktionäre rund 540 000 Stück Aktien am RWE-Konzern und verfolgen die Entwicklung mit Interesse. Die Aufspaltung könne eine „zielführende Maßnahme sein, um den Konzern zu erhalten,“ sagt Liedtke.

Allerdings dürfe die Konzernmutter nicht zu einer Art „Bad Bank“ werden. Liedtke: „Wir gehen davon aus, dass wir Gesellschafter der Mutter bleiben. Allerdings erwarten wir, dass die Gewinne der Tochter vollständig an die Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, damit Rückstellungen für den Ausstieg aus Kernenergie und Braunkohle sowie Dividende gesichert sind.“

Zudem müsse es ein Bekenntnis geben, dass die Rückstellungen ausreichend bemessen sind und eine sachgerechte und transparente Verteilung der Finanzverbindlichkeiten erfolgt. „Die können nicht alle bei der Mutter bleiben“, betont Liedtke. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt würden, sei diese Aufspaltung ein klug gewähltes Konzept.

Unmittelbare Auswirkungen auf den SWK-Etat werde das Schwächeln der RWE-Aktie nicht haben, so Liedtke, da man aufgrund der Entwicklungen sehr konservativ gerechnet habe.

Auch der Rheinhafen hält knapp 26 000 RWE-Aktien. Die Stadt hat ihre Anteile verkauft.

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