Die SPD will einem Kompromissvorschlag nicht zustimmen.

wza_1069x1500_616011.jpeg
Die Bezirksvertretung Mitte wollte am Dienstag eine gemeinsame Empfehlung zur Benennung des Platzes am Sinn-Haus geben. Doch dazu kam es nicht.

Die Bezirksvertretung Mitte wollte am Dienstag eine gemeinsame Empfehlung zur Benennung des Platzes am Sinn-Haus geben. Doch dazu kam es nicht.

Dirk Jochmann

Die Bezirksvertretung Mitte wollte am Dienstag eine gemeinsame Empfehlung zur Benennung des Platzes am Sinn-Haus geben. Doch dazu kam es nicht.

Krefeld. Die Bezirksvertretung Mitte wollte eine einstimmige Empfehlung zur Benennung des Platzes am Sinn-Haus abgeben und damit demonstrieren, dass sie dieses Recht zur Namensgebung im Bezirk ernst nimmt. Das ist am Dienstag gründlich misslungen. Der Versuch wurde nach unseliger Diskussion fallen gelassen.

Nach der kürzlich abgeschlossenen Umgestaltung des Platzes kam ein Vorschlag aus türkischen Kreisen, den Platz nach der Partnerstadt Kayseri zu benennen, den die SPD aufgegriffen hat. Doch es gab Bedenken. Deshalb zog sie den Antrag in der Dezember-Ratssitzung zurück.

Dann meldeten sich Befürworter für "Strauß-Merländer-Platz", da die beiden ermordeten jüdischen Seidenhändler im Sinn-Haus ihren Firmensitz hatten. Der Grundstock für erste Verstimmungen war gelegt.

Die Bezirksvertretung wollte es besser machen, unterbrach ihre Sitzung gleich zu Beginn um 20 Minuten, um nichtöffentlich folgenden Kompromiss auszuhandeln: Der Platz wird nach Strauß-Merländer benannt. Die Verwaltung sucht eine geeignete Alternative für Kayseri. Erst wenn die gefunden ist, werden beide gleichzeitig benannt.

Im öffentlichen Teil wollte die SPD dieser Empfehlung aber nicht zustimmen. Es sei dafür noch zu früh, man verwies auf die Fraktionsvorsitzendenkonferenz. Darauf ging die Runde frustriert auseinander. Jörg Meuther (Grüne): "Wir haben uns bis auf die Knochen blamiert."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer