Claudia Newton nimmt sich frei, um in der Führerscheinstelle etwas zu erledigen. Doch den Mitarbeitern fehlt die Zeit.

Behörde
Claudia Newton präsentiert die Unterlagen, die sie bei der Führerscheinstelle des Straßenverkehrsamtes abgeben wollte. Doch die hatte geschlossen, was leider nicht im Internet stand. Die Unterlagen wurden nicht angenommen.

Claudia Newton präsentiert die Unterlagen, die sie bei der Führerscheinstelle des Straßenverkehrsamtes abgeben wollte. Doch die hatte geschlossen, was leider nicht im Internet stand. Die Unterlagen wurden nicht angenommen.

DJ

Claudia Newton präsentiert die Unterlagen, die sie bei der Führerscheinstelle des Straßenverkehrsamtes abgeben wollte. Doch die hatte geschlossen, was leider nicht im Internet stand. Die Unterlagen wurden nicht angenommen.

Krefeld. WZ-Leserin Claudia Newton hat sich am Dienstag, 3. Dezember, einen Tag Urlaub genommen. Ihr Ziel: Sie möchte im Straßenverkehrsamt für ihren Sohn einen Antrag für einen Führerschein unter 18 und die dazugehörige theoretische Prüfung einreichen. Das verkürzt die Wartezeiten, die bei Anträgen über die Fahrschule anfallen. Über die Öffnungszeiten hatte sie sich nach ihren Angaben im Internet über www.krefeld.de informiert.

Sie gibt an, zu diesem Zeitpunkt sei der folgende Hinweis noch nicht nachzulesen gewesen: „Die Führerscheinstelle ist zurzeit dienstags geschlossen.“ Mittlerweile ist diese Einschränkung der Öffnungszeiten im Internet zu finden. Das Fehlen dieser Information habe ihr gegenüber auch ein Mitarbeiter der Führerscheinstelle zugegeben.

Die Weigerung wurde mit akuten Personalengpässen begründet

Nachdem ein weiterer Mitarbeiter des Amtes hinzugezogen worden war, entspann sich zwischen 10.45 und 12 Uhr ein langer Disput, ob der Antrag trotzdem abgegeben werden könne.

In dieser Zeit hätten wohl mehrere Anträge bearbeitet werden können, meinten auch andere Mitarbeiter.

Dennoch weigerten sich beide Gesprächspartner von Claudia Newton, den Antrag entgegenzunehmen. Sie verwiesen auf akute Personalengpässe. Die Frau und ihr Sohn mussten unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren.

Claudia Newton setzte sich anschließend an ihren PC. Über das Internet-Kontaktformular bat sie die Verwaltung um eine Adresse, unter der sie sich über das Verhalten an der Elbestraße beschweren könnte.

Das war am 3. Dezember um 15.33 Uhr. Knapp eine Stunde später, um 16.26 Uhr, erhielt sie folgende Antwort: „Sehr geehrte Frau Newton, ich bin der Abteilungsleiter für Straßenverkehrs- und Bußgeldangelegenheiten. Dazu gehört auch das von Ihnen genannte Straßenverkehrsamt. Kann es sein, dass Sie bereits kurz in meinem Büro waren mit Ihrem Sohn? Mit freundlichen Grüßen, Norbert Goertz-Gorr.“

Es gab keine Entschuldigung und keine Bitte um Rückruf

Keine Entschuldigung, keine Bitte um einen Rückruf. Newton: „Das war einfach eine Frechheit. Vielleicht hat er ja ein schlechtes Gewissen bekommen. Ich habe das jedenfalls nicht als ein Gesprächsangebot angesehen.“

Die WZ bat das Presseamt der Stadt um eine Stellungnahme. Die Antwort: Es habe bereits den Versuch einer Kontaktaufnahme gegeben, und es werde weitere geben. „Wir sind daran interessiert, den Fall schnell im Sinne aller zu lösen.“

Aber: „Da es sich allerdings um einen Einzelfall handelt, werden wir keine Details und Inhalte des Verfahrens nennen können.“

 

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