Weil eine Schöffin krank war, wurde die Verhandlung kurzerhand in die Hülser Klinik verlegt.

Krefeld. An einem ganz besonderen Verhandlungsort traf sich am Mittwoch die zweite große Strafkammer des Landgerichts. Die Verhandlung gegen einen 29-jährigen Libanesen und einen 27 Jahre alten Syrer wegen Raubes wurde in der Hülser Klinik fortgesetzt.

Das war notwendig geworden, weil eine Schöffin des Gerichts erkrankt war. Um einen kompletten Neubeginn des Verfahrens zu vermeiden (siehe Kasten), ist die Kammer kurzerhand in das Krankenhaus gezogen. Mit Staatsanwalt, Anwälten, Richtern und Protokollführer wurde der öffentliche Prozess abgehalten.

Sogar einige Besucher waren gekommen. Die Angeklagten wurden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und von mehreren Wachtmeistern beäugt ebenfalls in die Klinik gebracht. Gedauert hat die Verhandlung aber nicht lange.

In dem Verfahren gegen die zwei Männer, die einen Ingolstädter zu einem fingierten Autokauf nach Krefeld gelockt haben und ihm dann die mitgebrachten 33.900 Euro geraubt haben sollen, wurde nur eine Urkunde verlesen. Das Urteil soll am 7. September um 9 Uhr dann wieder im Landgericht (Saal 167) fallen.  

Für die Fortsetzung eines Prozesses gelten Fristen. Diese Regelung soll verhindern, dass sich die Verfahren zu lange hinziehen. Werden die Fristen nicht eingehalten, muss das Verfahren neu beginnen.

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