Ihre Begeisterung für Kleidung, Schuhe & Co. hat die Krefelder Luka Brömmel und Jan Nagrotzki zu ihrem Unternehmen Stylesoul inspiriert. Start der WZ-Serie.

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Die Krefelder Lukas Brömmel (l.) und Jan Nagrotzki haben sich mit ihrer Modeberatung im Netz namens Stylesoul einen Traum erfüllt.

Die Krefelder Lukas Brömmel (l.) und Jan Nagrotzki haben sich mit ihrer Modeberatung im Netz namens Stylesoul einen Traum erfüllt.

Andreas Bischof

Die Krefelder Lukas Brömmel (l.) und Jan Nagrotzki haben sich mit ihrer Modeberatung im Netz namens Stylesoul einen Traum erfüllt.

Dass deutsche Männer keinen Sinn für Mode haben, wie so oft beklagt wird, ist falsch. Vor allem, wenn es sich bei den Männern um Lukas Brömmel und Jan Nagrotzki handelt. Die beiden 24-Jährigen haben nicht nur ein Herz, sondern auch eine Seele für schicke Klamotten. Vor allem wenn man ihrer Firma glauben darf. Die beiden Studierenden aus Krefeld sind gerade mit ihrem Start-up-Unternehmen „stylesoul.de“ online gegangen.

„Wir helfen unseren Besuchern, ihre neuen Lieblingsstücke aus dem Bereich der Mode online zu finden“, sagt Brömmel. „Wir bieten ihnen eine von Hand erarbeitete Auswahl an Bekleidung, Schuhen, Schmuck und Accessoires aus über 150 Onlineshops an. So geben wir unseren Nutzern eine Basis, die es ihnen ermöglicht, beim Shopping Produkte aus einer Vielzahl von Onlineshops auf einen Blick zu sehen und auszuwählen.“

Die beiden Männer kennen sich seit ihrer Teenagerzeit, haben auf dem Fabritianum gemeinsam die Schulbank gedrückt und das Abi gemacht. „stylesoul.de“ ist nicht ihr erster Versuch in Sachen Mode. „Unsere ersten Erfahrungen sammelten wir bereits mit 18 Jahren mit einer eigenen Sportbekleidungslinie namens JL Fitness. Wir haben hauptsächlich T-Shirts und Pullis selbst entworfen, fertigen lassen und dann per Facebook bis nach Holland vertrieben. Nach einem guten Start blieb es aber bei dem Versuch“, erzählt Nagrotzki. Nach dem Ende von JL Fitness verlegten sie sich aufs Studium.

„Wenn es klappt, geht ein Traum in Erfüllung“

Brömmel ist auf dem Weg zum Wirtschaftspsychologen, der Freund ist Groß- und Einzelkaufmann und hat Interesse an Betriebswirtschaftslehre. „Wenn es jetzt mit unserem Start-up klappt, geht ein Traum in Erfüllung“, sagen die Freunde. „Der Grundgedanke, etwas gemeinsam zu schaffen, war immer da. Da wir beide für Mode gut Geld ausgeben, war es klar, was wir anstrebten.“

Vor ziemlich genau drei Monaten haben sie mit der Verwirklichung begonnen. Schon jetzt haben ihnen rund 150 Firmen die Erlaubnis erteilt, ihre Produkte zeigen zu dürfen. „Werden sie gekauft, bekommen wir von ihnen Provision. Der Kunde zahlt somit auf keinen Fall mehr durch unsere Vermittlung.“ Sie kommt praktisch daher. „Werden beispielsweise ,Damenschuhe‘ angeklickt, kommen die Schuhe vieler Labels auf den Schirm. Man muss also nicht jede Firma nach der Fußbekleidung durchsuchen. Ebenso ist es mit allen anderen Bekleidungsstücken. Der Warenkorb ist stets bei den Firmen.“ Dass sie die Gründung ihres Start-ups in drei Monaten geschafft haben, liegt nach ihrer Einschätzung vor allem an zwei Dingen: „Der Leidenschaft für Mode und einiger Nachtarbeit. Vielleicht finden ja jetzt auch andere Nutzer ihre stylesoul.“

Titel In der Serie „Neu am Start“ stellt die Westdeutsche Zeitung in loser Reihenfolge neue Start-up-Unternehmen, andere Gründer und Jungunternehmer vor. Und die WZ hakt nach: Was ist aus anderen Start-ups geworden, die hoch motiviert an den Markt gegangen waren? Wo stehen sie heute?

Kontakt Sie sind auch gerade gestartet, haben gegründet oder sind Jungunternehmer und möchten auch Ihr Unternehmen in der WZ-Serie vorstellen? Sie erreichen die lokale Wirtschaftsredaktion der Krefelder WZ unter: redaktion.krefeld@wz.de

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