Rotdorn-Allee ist nicht zu retten. Bezirksvertretung Ost stimmt dem Vorschlag des Grünflächenamtes zu. Mit den ersten Ersatzpflanzungen soll nach Ostern bereits begonnen werden.

Die nicht mehr standfesten Rotdornbäume auf der Zwingenbergstraße werden im Laufe der Zeit gegen Zieräpfel und Traubenkirsche ausgetauscht.
Die nicht mehr standfesten Rotdornbäume auf der Zwingenbergstraße werden im Laufe der Zeit gegen Zieräpfel und Traubenkirsche ausgetauscht.

Die nicht mehr standfesten Rotdornbäume auf der Zwingenbergstraße werden im Laufe der Zeit gegen Zieräpfel und Traubenkirsche ausgetauscht.

Archiv Andreas Bischof

Die nicht mehr standfesten Rotdornbäume auf der Zwingenbergstraße werden im Laufe der Zeit gegen Zieräpfel und Traubenkirsche ausgetauscht.

Krefeld. Die Zwingenbergstraße behält ihren Allee-Charakter. Auch wenn die Rotdorn-Bäume nicht zu retten sind, soll es künftig dort im Frühjahr rechts und links der Straße einheitlich blühen. Jedoch nicht mehr in der Farbe Karmin-Rot, sondern in strahlendem Weiß. Matthias Pasch vom Grünflächenamt hat jetzt in der Bezirksvertretung Ost das Nachpflanzungskonzept für zunächst 30 Bäume vorgestellt.

Bäume sind durch Krankheit und Käferbefall geschwächt

Der alte Rotdornbestand ist nicht nur an dieser Stelle im Stadtgebiet stark geschwächt. „Die Bäume sind durch die Blattfleckenkrankheit stark geschwächt. Zusätzlich hat sich der Birnenprachtkäfer in den alten Rotdorn-Bäumen ausgebreitet“, erklärt Pasch ein auch in anderen Städten zu beobachtendes Phänomen. Durch seine Bohrtätigkeit verursache der Käfer große Schäden im Holz und gefährde dadurch stark die Standsicherheit der Bäume.

„Um das Risiko einer neuen Erkrankung bei Nachpflanzungen zu minimieren, müssen deshalb neue Baumarten ausgewählt werden.“ Ziel sei es, weiterhin kleinkronige Bäume zu verwenden, die sich in das Landschaftsbild rechts und links des Europarings einfügen.

Wegen der Länge der Zwingenbergstraße wird die Allee in zwei Abschnitte eingeteilt. Der erste Bereich erstreckt sich von Gut Heyenbaum bis zum Europaring. Der zweite Bereich liegt zwischen Europaring und der Werner-Voß-Straße.

Vor allem auf dem zweiten Stück bereitete die verlegte Gasleitung der SWK zunächst Sorge. Wegen deren geringer Tiefe dürfen neue Bäume nicht zu nah oder zu tief gepflanzt werden. Nach einer Prüfung vor Ort schlägt das Grünflächenamt deshalb für beide Abschnitte verschiedene Baumarten vor.

In dem Bereich zwischen Gut Heyenbaum und Europaring ist als Ersatz für den Rotdorn ein weißblühender Zierapfel vorgesehen, der maximal acht Meter hoch wird und 0,5 Millimeter kleine gelborange-farbene Früchte im Herbst trägt. Für den anderen Bereich ist eine Traubenkirsche ausgewählt, die sechs bis zehn Meter hoch wächst und duftende, weiße Blüten im April trägt.

Das Geld für die ersten 29 Ersatzpflanzungen liegt vor. Auf Initiative von Bezirksvorsteher Wolfgang Merkel (SPD) haben Verberger Bürger Geld gespendet. Auch wenn die Stadt selbst nicht dafür finanziell aufkommen muss, wollten doch verschiedene Vertreter der Fraktionen wissen, ob die neuen Bäume vor möglichen Schäden geschützt seien. Wie sich die Umweltbedingungen in den Städten weiter in Zukunft verändern werden, dazu konnte auch Pasch nichts sagen. Mit der Auswahl neuer Arten wolle man aber das Risiko verringern.

Nach Ostern sollen die ersten Zieräpfel gepflanzt werden.

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