Der Gehweg auf der Dürerstraße gleicht einem Flickenteppich.

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Elf Bewohner der Dürerstraße sind gekommen, um sich über Sandflächen zu beschweren, die ihren Gehweg ersetzen sollen.

Elf Bewohner der Dürerstraße sind gekommen, um sich über Sandflächen zu beschweren, die ihren Gehweg ersetzen sollen.

Dirk Jochmann

Elf Bewohner der Dürerstraße sind gekommen, um sich über Sandflächen zu beschweren, die ihren Gehweg ersetzen sollen.

Bockum/Cracau. Gehwege verändern sich mit der Zeit, durch Wurzelwuchs oder Belastung werden sie von einer ebenen Fläche zu einer Buckelpiste, das ist nicht zu verhindern. Den Bürgern an der Dürerstraße gibt es aber zu denken, "dass die Jungs vom Tiefbauamt vorbeikommen und die intakten Platten entfernen, dann aber - mit der Aussage, dass diese weggeschmissen werden - verschwinden", so Anwohner Hans-Joachim Geisler.

Die Bürger hofften schon auf eine Ausbesserung des Gehweges, nun sind an den bearbeiteten Stellen keine Gehwegplatten und Basaltsteine mehr, sondern Sand und Steine. "So, wie vorgegangen wurde, ist es schäbig", sagt Harald Müller. Er verweist dabei auf mögliche Probleme mit Rollstühlen oder Kinderwagen auf dem sandigen Untergrund.

"In Belgien gibt es auch Karees voller Sand am Rande des Bürgersteiges, aber das sind die Hundeklos", sagt Horst Rosenberg. "Es gibt auf der Straße Stellen, da liegt der Sand schon seit zwei Jahren", stellt er heraus. Wenn es regne, dann werde der Sand weggewaschen und die Steinchen im Sand freigelegt, die dann in der Gegend herum lägen, "bis sie auf die Straße kullern und vorbeifahrende Autos beschädigen, die sie aufwirbeln".

Es gibt keine fachgerechten Ausbesserungen, nur Sandflächen

Statt einer Ausbesserung - sprich Herauslösen der Steine und Einebnen der Fläche - gibt es nur noch Sand. "Es wurden jedoch Schilder aufgestellt, die vor Gehwegschäden warnen", so Rosenberg. "Der Umgang mit dem Bürger ist eine Frechheit", betont Müller. "Die Pflicht eines jeden Vermieters ist es, Rücklagen für Reparaturen zu bilden", so Geisler. Die Stadt mache das nicht, so wie es scheint. "Wo ist denn da gespart, wenn man intakte Platten wegschmeißt", fragt er.

Nicht nur die Funktion, sondern auch die "Flickenteppich-Optik" stört die Anwohner. "Das einheitliche Bild ist dahin", so Geisler. Ihn ärgert ebenso wie andere Nachbarn, dass das Wohnbild durch die Provisorien gestört wird. "Wenn wir nur eine Kleinigkeit am Haus verändern wollen, wird immer geprüft, ob es zum Rest der Straße passt, aber die Stadt macht einfach was sie will", ärgert sich Theresia Balogh.

Sie wohnt auf der anderen Straßenseite und erwartet ein ähnliches Vorgehen, da die Stadt auch auf ihrer Seite schon Schilder wegen Gehwegschäden aufgestellt hat. "Ich denke die Lösung ist nur eine weitere Gefahrenquelle für die betagteren Menschen hier in der Gegend, denn wenn der Sand trocken ist, ist er sehr glatt", erklärt sie.

Elsa Winken findet zwar auch, dass die Bodenplatten Stolperfallen waren, doch die Sandfelder seien keine gute Idee. "Es fehlt hier an Aufklärung, die Bodenverhältnisse waren schon gefährlich, vor allem abends. Aber es reicht nicht aus uns, ohne ein Wort, einen Sandkasten vor die Tür zu setzten, dass sollte nur eine vorübergehende Lösung sein", meint Elsa Winken.

Diese Hoffnung zerschlägt das Ehepaar Maas. "Wir haben nur die Steine vor der Tür, ohne den Sand und das schon seit zwei Jahren, es sieht nicht so aus, als ob der Umstand irgendwann behoben werden wird", sagt Peter Maas. Seine Frau Agnes ergänzt: "Gehbehinderte und ältere Menschen laufen nicht über den Schotter, sie wechseln immer auf die Straße, das kann gefährlich sein."

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