Während einige Tiere die frostigen Temperaturen genießne, bleiben andere lieber drinnnen in ihren Gehegen.

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Dieses Trampeltier im Krefelder Zoo genießt die frostigen Temperaturen.

Dieses Trampeltier im Krefelder Zoo genießt die frostigen Temperaturen.

Andreas Bischof

Dieses Trampeltier im Krefelder Zoo genießt die frostigen Temperaturen.

Krefeld. Viel Spaß an den derzeitigen Temperaturen haben die Schneeeulen, Moschusochsen, Schneeleoparden und Trampeltiere im Krefelder Zoo. Ihre Heimatländer liegen in den kälteren Gefilden, wo derartige Temperaturen, wie sie derzeit am Niederrhein vorherrschen, an der Tagesordnung sind.

Ein dickes Winterfell oder Gefieder schützt sie deshalb vor der Kälte. Ihre Aktivität ist im Moment besonders ausgeprägt, weil sie sich so wohl fühlen und bei den Schneeleoparden kommt jetzt auch die Brunftzeit dazu.

So gut wie diese Arten kommen jedoch längst nicht alle Zoobewohner mit dem besonders kalten Winter klar. Für Elefanten oder Nashörner sind nicht nur kalte Füße gefährlich: Bei dem extremen Frost könnten sie Erfrierungen an den Ohren davontragen, deshalb dürfen sie immer nur kurzzeitig hinaus in den Schnee, an dem sie sichtlich Gefallen finden.

Für Nashörnchen "Thabo" ist es der erste Schnee, der ihn wie ein kleines Kind zum ausgelassenen toben bringt. Auch die Elefanten im Gehege nebenan spielen mit dem Schnee, den sie mit den Rüsseln zu kleinen Kugeln rollen, die sie sich schließlich auch schmecken lassen, bevor sie dann wieder für eine Weile zum Aufwärmen ins Großtierhaus hereingeholt werden.

Erstaunlicherweise mögen gerade die Pinguine diese Temperaturen nicht. "Wir halten hier tropische Pinguinarten", sagt Zoosprecherin Petra Schwinn, "die haben es lieber etwas wärmer". Deshalb wurden ihre Schlafhöhlen jetzt mit Heu ausgepolstert, das etwas mehr Schutz bietet.

Geöffnet ist der Zoo derzeit täglich zwischen 9 und 17 Uhr.

Aber am liebsten bleiben die Wasservögel derzeit in ihrem Element. Das Wasser im Gehege hat sich - ebenso wie bei den Seelöwen - bei einer Temperatur von rund acht bis zehn Grad plus stabilisiert und friert nicht ein, weil über einen Zu- und Ablauf für eine stetige Zirkulation gesorgt ist.

Das gleiche gilt auch für das Wasserbecken bei den Flamingos, die ihre Füße jetzt dort auf Temperatur halten, damit sie nicht am Boden festfrieren. Alle Wasserbecken, die hingegen keine Zirkulation eingebaut haben, wurden jetzt sicherheitshalber entleert, damit es keine Frostschäden gibt.

In den Tierhäusern wird jetzt mehr geheizt, um die Temperaturen konstant zu halten, was auch den nicht so frostbeständigen Besuchern die Möglichkeit bietet, sich zwischendurch wieder ein bisschen zu regenerieren und trotzdem weiter Tiere zu beobachten.

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