Im Streit um Wanderwege wirft Jürgen Hengst dem Oberbürgermeister vor, er habe dem Besitzer von Gut Auric Vorteile eingeräumt.

Verberg. Schweres Geschütz fährt die SPD gegen den Oberbürgermeister auf. Fraktionsvize Jürgen Hengst wirft Gregor Kathstede im Zusammenhang mit den umstrittenen Wanderwegen um Gut Auric vor, sein "politisches Amt zu missbrauchen." Kathstede habe dem Gutsbesitzer Gerald Wagener "Vorteile auf Kosten der Allgemeinheit eingeräumt." Die Wanderwege in Verberg sind für Spaziergänger nach wie vor nicht zugänglich.

Für Hengst ist unverständlich, warum an die Wege angrenzende Grundstücke trotz entsprechender Änderungen im Landschaftsplan, die der Stadt ein Vorkaufsrecht einräumen, nicht gekauft wurden. Hengst: "Kathstede hat Auric im Jahr 2008 zur Chefsache erklärt. Trotzdem wurden dort im selben Jahr Grundstücke nördlich des Gutes verkauft. An Gerald Wagener bzw. an Auric." Damit seien unwiderrufliche Fakten geschaffen worden, zu denen, so Hengst, der OB "mindestens indirekt beigetragen hat."

Die SPD werde im Interesse der Allgemeinheit weiter das Gespräch mit Wagener suchen. Es müsse jedoch auch ein Enteignungsverfahren geprüft werden. "Das ist eine Frage des politischen Willens. Das öffentliche Interesse daran ist vorhanden."

Der SPD-Politiker verwies in diesem Zusammenhang auf Unruhe in der Verberger Bevölkerung über mögliche Expansionspläne des Schneekoppe-Unternehmers. Die engen Kontakte zu Kathstede kämen dem Pferdeliebhaber Wagener dabei sehr gelegen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer