Der Besitzer des Golfplatzes Elfrather Mühle stellt sich den WZ-Fragen.

Ein Quartett führt seit Jahresbeginn die Geschäfte an der Elfrather Mühle: Max Böndgen (Sportlicher Leiter), Dr. Friedrich Landwehrmann (Eigentümer), Werner Schüpfer (kaufmännischer Betriebsleiter) und Achim Storm (Chef der ersten Herrenmannschaft).
Ein Quartett führt seit Jahresbeginn die Geschäfte an der Elfrather Mühle: Max Böndgen (Sportlicher Leiter), Dr. Friedrich Landwehrmann (Eigentümer), Werner Schüpfer (kaufmännischer Betriebsleiter) und Achim Storm (Chef der ersten Herrenmannschaft).

Ein Quartett führt seit Jahresbeginn die Geschäfte an der Elfrather Mühle: Max Böndgen (Sportlicher Leiter), Dr. Friedrich Landwehrmann (Eigentümer), Werner Schüpfer (kaufmännischer Betriebsleiter) und Achim Storm (Chef der ersten Herrenmannschaft).

Dirk Jochmann

Ein Quartett führt seit Jahresbeginn die Geschäfte an der Elfrather Mühle: Max Böndgen (Sportlicher Leiter), Dr. Friedrich Landwehrmann (Eigentümer), Werner Schüpfer (kaufmännischer Betriebsleiter) und Achim Storm (Chef der ersten Herrenmannschaft).

Traar. Über den Golfclub an der Elfrather Mühle ist 2008 viel diskutiert worden. Ein großes Bauprojekt mit bis zu 100 Häusern direkt am Golfplatz hatte für Aufsehen gesorgt. Außerdem fand die renommierte Vodafone-Challenge-Tour zum letzten Mal in Traar statt. Höhepunkt der Diskussionen war der Rückzug von Til Landwehrmann als Geschäftsführer und der Wechsel bei der Gastronomie-Pacht. Im WZ-Interview spricht der Senior-Chef Friedrich Landwehrmann (64) Klartext. Beim Gespräch dabei waren Werner Schüpfer (kaufmännischer Betriebsleiter), Max Böndgen (Sportlicher Leiter) und Achim Storm (Herrenmannschaft).

Seit fast 15 Jahren gibt es einen Streit um einen Rad- und Fußweg durch den Golfplatz. Wann und wie wird er gebaut?

Friedrich Landwehrmann: Richtig ist, dass die Stadt Krefeld 1987 an der Straße Elfrather Mühle auf eigene Kosten einen Radweg bauen wollte und dies auch im Bebauungsplan festgelegt hatte. Hiermit war ich auch einverstanden. Bei den Verhandlungen mit dem Landwirt Edmund von Holtum wurde dann festgelegt, eine neue Erschließungsstraße nebst Radweg im Westen des Golfplatzes zu bauen. Diese Straße wurde aber nicht gebaut, woraufhin die Stadt den Radweg wieder zurück verlegen wollte. Da die Fläche inzwischen aber bebaut und bepflanzt war, hätte dies Umbaukosten von 500000 Mark verursacht. Diese wollte die Stadt Krefeld nicht übernehmen. Heute verläuft jedoch durch den westlichen Teil des Golfplatzes ein öffentlich zugänglicher Wirtschaftsweg, der zu unserem Privatgelände gehört. Ferner haben wir der Stadt Krefeld im Osten entlang der Autobahn einen Geländestreifen für einen Radweg verkauft. In Linn ist im Übrigen der gesamte Golfplatz nicht öffentlich zugänglich.

Beide Wege aber lassen keine direkte Verbindung zwischen den Ortskernen von Traar und Elfrath zu.

Landwehrmann: Im Rahmen unserer Planung über eine Erweiterung der Golfanlage um neun Löcher haben wir Flächen vorgesehen, wo die Stadt Krefeld die Verbindung ohne Probleme herstellen kann.

In Traar gibt es große Ängste, durch die Villen würde eine Enklave entstehen. Können Sie die Angst verstehen?

Landwehrmann: Keine Parteien hat etwas gegen eine Erweiterung um neun Löcher. Sie entspricht im Übrigen dem Trend vergleichbarer Anlagen, weil mit 27 Löchern mehr möglich ist als mit 18. Unterschiedliche Auffassungen bestehen im Hinblick auf die Bebauung. Man muss sehen, dass 50 Prozent der Flächen der Stadt Krefeld gehören und sie im Falle einer Bebauung eine Wertsteigerung von vier bis fünf Millionen Euro erfahren würden. Auch die Grundstücke der Bürger in Traar und Elfrath würden mehr Wert sein. Im Übrigen sind sie es schon durch die Investition von elf Millionen Euro in den Bau der Anlage. Die Erweiterung hätte zudem auch ökologischen Vorteil.

War die Diskussion um das Bauprojekt der Grund für den vorzeitigen Rückzug Ihres Sohnes Til?

Landwehrmann: Es war nie beabsichtigt, dass mein Sohn, als Diplom-Kaufmann, seine Karriere als Geschäftsführer eines Golfplatzes beendet. Er ist weiterhin als Präsident des Jugendfördervereins tätig und bleibt daher dem Golfclub erhalten. Ansonsten handelt es sich um Familieninterna, also um Dinge, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Es hieß, sie wollten wegen des Familienstreits den Golfplatz verkaufen.

Landwehrmann: Davon höre ich jetzt von Ihnen zum ersten Mal. Ein Verkauf stand und steht niemals zur Debatte. Richtig ist vielmehr, dass mir mehrere Golfplätze zum Kauf angeboten wurden.

Sie lassen derzeit den Gastronomiebereich für rund 100000 Euro renovieren. Wieso?

Landwehrmann: Die Gastronomie in einem Golfclub wird immer wichtiger. Die Leading-Golfclub-Association, die uns regelmäßig prüft, hat den Einfluss der Gastronomie von zehn auf 20 Prozent erhöht. Die großen Schwankungen in der Küche und beim Service führten im Jahr 2008 bei einigen Mitgliedern zu Irritationen. Darunter litt das Clubleben. Am Samstag, 4.April, wird unser neuer Küchenchef Peter Lenders das komplett neu gestaltete Restaurant eröffnen. Ein Stamm von sechs Köchen, die ihm mehrfach im Jahr jeweils einen Monat lang helfen, sorgt für eine wechselnde Karte.

Der Bürgerverein Traar meint, die Zufahrt zum Novotel müsste verbreitert werden und meint, Sie würden dies blockieren. Stimmt das?

Landwehrmann: Schon vor zehn Jahren haben wir dem Novotel Flächen für eine Erweiterung der Zufahrt zur Verfügung gestellt. Damals hat das Hotel den Zaun errichtet. Seitdem ist niemand an mich herangetreten, um die Zufahrt zu verbreitern. Es gibt Bedenken, dass eine breitere Zufahrt - wie in der Vergangenheit - als Parkfläche missbraucht wird.

Wo sehen Sie, Herr Böntgen, den Golfclub in fünf Jahren?

Max Böntgen: Nach der Erweiterung unserer Golfanlage um weitere neun auf 27 Löcher, streben wir eine Mitgliederzahl von 1200 an. Wir haben mit Andy Clark, dem Betreiber der Golfschule, einen kompetenten Partner gefunden. Der Club ist schuldenfrei.

 

 

 

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