Die orthodoxe Pfarre Maria Schutz hat am Dienstag das Fest feierlich und farbenfroh begangen.

Blick in die festlich dekorierte Kirche an der Maria-Sohmann-Straße, in der am Dienstag die orthodoxe Pfarre Weihnachten feierte.
Blick in die festlich dekorierte Kirche an der Maria-Sohmann-Straße, in der am Dienstag die orthodoxe Pfarre Weihnachten feierte.

Blick in die festlich dekorierte Kirche an der Maria-Sohmann-Straße, in der am Dienstag die orthodoxe Pfarre Weihnachten feierte.

Dirk Jochmann

Blick in die festlich dekorierte Kirche an der Maria-Sohmann-Straße, in der am Dienstag die orthodoxe Pfarre Weihnachten feierte.

Krefeld. In Traar wurde am Dienstag noch einmal Heiligabend gefeiert: Für die orthodoxe Pfarre Maria Schutz gilt wie für alle Gemeinden der oströmischen Kirche der gregorianische/julianische Kalender, nach dem für sie Weihnachten in die erste Januarwoche fällt.

Den Raum der byzantinischen Kirche an der Maria-Sohmann-Straße 45 hat man in vertrauter Weise geschmückt: Zwei Weihnachtsbäume stehen mit Kugeln und viel goldenem Dekor herausgeputzt vorne im Gemeindebereich, und neben einer Marien-Ikone hat man eine kleine Krippe platziert.

Im erhöhten Bereich vor der Ikonostase, der Wand mit einer Reihe von Ikonen, die den Gemeinderaum vom Altarbereich trennt, proben vor dem Beginn des Heiligabendgottesdienstes die Sängerinnen eines kleinen Chores noch einige Passagen. Sie singen in deutscher Sprache. Es sind keine vertrauten Musikstücke, die man hören kann. Bekannte Weihnachtslieder kommen nicht vor.

Ganz langsam füllt sich der Kirchenraum. Vom Niederrhein, dem weiteren Rheintal bis ins Ruhrgebiet hinein kommen die Gläubigen. Als erstes steckt man vor einer extra geschmückten Marien-Ikone und einem Kruzifix dünne Kerzen an, bevor man sich in die Stuhlreihen stellt.

Zu Beginn des Gottesdienstes öffnet einer der Priester die mittlere Tür der Ikonostase, und die Gemeinde kann einen Blick auf den weiß geschmückten Altar werfen. Die fünf Geistlichen, die nun hinter der Ikonostase und an einem Lesepult im Gemeinderaum den Gottesdienst gestalten, tragen weiße, mit goldenen Stickereien geschmückte Gewänder.

Da eilt noch ein weiterer Priester – wohl verspäteter – mit Pilotenkoffer in der Hand durch die Kirche und ordnet sich schnell, korrekt gekleidet in die Reihe der anderen am Altar ein.

Lesung und Chorgesang wechseln sich in raschem Tempo ab

Die Priester umrunden Gebete sprechend mit Weihrauchfass und Kerze den Altar, treten auch für kurze Momente vor die Ikonostase, wo sie ihren Ritus fortsetzen. Die Gemeinde scheint für sie keine Rolle zu spielen, sie wenden ihr fast immer den Rücken zu.

Wie in einem zweiten Film, der gleichzeitig zu laufen scheint, wechseln sich im Gemeindebereich Lesung und Chorgesang im raschen Tempo ab. Inzwischen hat sich die kleine Kirche gut gefüllt und das „Hochfest der Geburt unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus im Fleische“ – so die korrekte Bezeichnung des Gottesdienstes kann weiter seinen langen Gang nehmen.

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