Engagierte Anwohner wollen das Quartier in ein besseres Licht rücken.

Ost
Andreas Steinke, Klaus Schilbach, Manfred Grünwald und Inge Schilbach freuen sich, dass sich jetzt regelmäßig eine Mutter–Kind-Gruppe im Gemeindezentrum an der Seidenstraße trifft.

Andreas Steinke, Klaus Schilbach, Manfred Grünwald und Inge Schilbach freuen sich, dass sich jetzt regelmäßig eine Mutter–Kind-Gruppe im Gemeindezentrum an der Seidenstraße trifft.

Dirk Jochmann

Andreas Steinke, Klaus Schilbach, Manfred Grünwald und Inge Schilbach freuen sich, dass sich jetzt regelmäßig eine Mutter–Kind-Gruppe im Gemeindezentrum an der Seidenstraße trifft.

Krefeld. Platz für Gemosere ist auf der Homepage, die Fotokünstler Manfred Grünwald ins Netz gestellt hat, nicht. Grünwald will auf der Seite „Wir in KR-Ost“ ein positives Bild vom Ostbezirk vermitteln. Und alle dürfen mitmachen. „Hauptsache die „Aura stimmt. Da bin ich rosa“, umschreibt Grünwald seine Einstellung.

Ziel der Seite ist es, „denen da draußen“ zu zeigen, dass es im Quartier „so schlecht gar nicht ist.“ Gleiches gilt für jene, die im Ostbezirk zuhause sind. Auch sie sollen den Bezirk in einem besseren Licht sehen und Lust bekommen, sich für das Viertel einzusetzen. „Wir wollen die Menschen zusammenbringen, damit diese gemeinsam Projekte angehen“, erklärt Grünwald das Prinzip.

Wir – dazu gehören auch Klaus und Inge Schilbach sowie Andreas Steinke von der Evangelisch-Freikirchlichen-Gemeinde der Baptisten an der Seidenstraße.

Organisatoren wollen eine Kleiderkiste einrichten

In den Räumen des Gemeindezentrums finden bereits verschiedene Veranstaltungen statt. Dort trifft sich etwa der „Arbeitskreis Nachbarschaft“, es gibt eine Mutter-Kind-Gruppe, an der Familien mit und ohne Migrationshintergrund teilnehmen. Geplant ist außerdem, eine sogenannte Kleiderkiste einzurichten. „Wir haben beobachtet, dass die Kinder hier im Winter in Sommerkleidern zur Schule gehen“, erklärt Inge Schilbach. „Das wollen wir ändern.“ Auch eine soziale Organisation habe Interesse angemeldet, Projekte umzusetzen.

In Konkurrenz zum Bürgerverein Ost, bei dessen Gründung es Querelen gab, (die WZ berichtete) wollen Steinke, die Schilbachs und Grünwald mit ihrem Engagement nicht treten: „Uns geht es darum, ein Netzwerk zu schaffen. Feste Strukturen haben wir nicht“, erklärt Klaus Schilbach. Am Ende könnte das, so der Traum der vier Engagierten, in einem großen Stadtteilfest münden, an dem sich alle Kulturen, die im Bezirk vertreten sind, beteiligen.

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