Die Karnevalsgesellschaft rechnet mit einer Flut an Auflagen und kann die Vorbereitungen zeitlich nicht erfüllen.

Absage
Alkoholisierte Jugendliche beim Kinderkarnevalszug in Verberg brachten dem Veranstalter nicht mehr zu erfüllende Auflagen ein. Archiv

Alkoholisierte Jugendliche beim Kinderkarnevalszug in Verberg brachten dem Veranstalter nicht mehr zu erfüllende Auflagen ein. Archiv

LS

Alkoholisierte Jugendliche beim Kinderkarnevalszug in Verberg brachten dem Veranstalter nicht mehr zu erfüllende Auflagen ein. Archiv

Krefeld. Der Traum von einer Wiederauflage des Verberger Kinderkarnevalszuges ist geplatzt. Mit großem Bedauern muss die Karnevalsgesellschaft Verberg bei der Planung zurückrudern, teilt deren Geschäftsführer Michael Schubert mit. Der Grund: Offenbar hätte sie eine Flut an Auflagen erfüllen müssen, deren Vorbereitung den Ehrenamtlern nicht möglich ist.

Zur Vorbesprechung konnte kein Vereinsvertreter kommen

Die ehrenamtliche Tätigkeit ist auch der Grund, warum kein Vereinsvertreter an einem Koordinierungstreffen mit Vertretern von Stadt und Polizei am 18. Dezember teilnehmen konnte, um über den auf dem Gelände der Galopprennbahn geplanten Kinderkarnevalszug zu sprechen. „Wir sind alle berufstätig. Der Termin fand aber um neun Uhr morgens statt“, sagt Schubert.

So erfuhren die Vereinsmitglieder erst im Nachhinein, welche Szenarien die Behörde skizzierte. Die befürchtet offensichtlich, dass erneut viele Jugendliche kommen und dem Alkohol zusprechen. Daraus ergaben sich Fragestellungen, mit denen der Karnevalsverein nicht gerechnet hatte. Zum Beispiel, dass der ganze Stadtwald in der Verantwortung der Zug-Veranstalter liegen könnte. Dieser müsste eingezäunt und für die Fläche entsprechendes Sicherheitspersonal gestellt - zwischen 30 und 50 Ordnern war die Rede - werden. Selbst die Frage, ob ein Rettungsboot der DLRG samt Personal benötigt wird für den Fall, dass ein Zuschauer in den Stadtwaldweiher fällt, wurde ernsthaft diskutiert. Diese und viele andere Aspekte sollte der Verein in einem Sicherheitskonzept beleuchten, das er freilich in der Kürze der Zeit nicht erstellen kann.

Bei der Sondierung der Idee, den Zug aus Verberg über den Ring zur Rennbahn zu verlegen, hatte die Stadtverwaltung im September grundsätzlich Zuspruch signalisiert. Welche Auflagen damit verbunden sein könnten, das hatte man seinerzeit bei der KG Verberg nicht vermutet. Die wird jetzt einmal mehr zu einer Kinderkarnevalsparty in den Biebricher Saal einladen (14. Februar, 15.11 Uhr, Eintritt ist frei) und kann sich über die Unterstützung von Rennbahn-Gastronom Volko Herdick freuen. Er hatte die Idee zu dem ungewöhnlichen Karnevalszug. Das für den Zug vorgesehene Motto „Tierisch gut“ wird bleiben. „Denn es haben sich schon Gruppen darauf vorbereitet“, sagt Schubert.

Präsident Ralf Mühlenberg entschuldigt sich bei den beteiligten Zuggruppen wegen der kurzfristigen Absage. Die Pläne für eine Neuauflage des Zuges will die KG Verberg aber nicht einfach über Bord werfen. 2016 wird der Verein 60 Jahre alt. Bis dahin soll genug Zeit sein, sich auf einen Zug auf der Rennbahn vorzubereiten.

Leserkommentare (11)


() Registrierte Nutzer