Rote Schürzen, blaue Capes - so stürmten die Weiber das Bockumer Rathaus. Hinterher wurde mit Altbier angestoßen.
Rote Schürzen, blaue Capes - so stürmten die Weiber das Bockumer Rathaus. Hinterher wurde mit Altbier angestoßen.

Rote Schürzen, blaue Capes - so stürmten die Weiber das Bockumer Rathaus. Hinterher wurde mit Altbier angestoßen.

Bischof

Rote Schürzen, blaue Capes - so stürmten die Weiber das Bockumer Rathaus. Hinterher wurde mit Altbier angestoßen.

Krefeld-Bockum. So viele Bürger kommen nur einmal im Jahr ins Bockumer Rathaus. Wenn Bezirksvorsteher Hans-Jürgen Brockers um Hilfe ruft und mit Bier lockt, dann strömen sie. Dabei hat er sich in eine fantasievolle Kapitäns-Uniform geworfen, um Eindruck auf die WIB (Weiber in Bockum) zu machen. Die Weiber folgen ihrer Anführerin Rita Kreuzer und fackeln nicht lange, um das Rathaus einzunehmen - mit roten Schürzen und blauen Capes.

Sie überrannten auch die fünf schon lädierten Original-Polizisten unter Leitung des Polizeidirektors Dagobert Allhorn. In aussichtsloser Lage tat der Politiker dann ganz freundlich und verteilte auch noch Orden. Die aus Traar und Verberg herbeigeeilten Lokalpolitiker konnten darüber nur den Kopf schütteln.

SPD-Fraktions-Chef Ulrich Hahnen, der wie Rumpelstilzchen aussah, speicherte das Verhalten der politischen Gegner genau ab. Prinz Johannes IX. und seine Garde verschafften sich Einlass mit einer Zangenstrategie: Die Weißbefrackten kamen durch den Hintereingang. Dank dieser Ablenkung hatte das Prinzenpaar mit Gefolge am Hauptportal keine Probleme.

Die dicht gedrängte Bürgerschar war biergläserhaltend so perplex, dass der Prinz sich erdreisten konnte, in Bockum sein Krefeld-Liedchen zu singen.

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